Oö. Volksblatt: "Durchdacht? (von Herbert SCHICHO) | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Oö. Volksblatt: „Durchdacht? (von Herbert SCHICHO)

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Es ist kein Wunder, dass die SPÖ in ihrer Krise die „Superreichen“ zum Feind erklärt. 140 Jahre nach dem Tod von Karl Marx mussten allerdings einige Anpassungen gemacht werden, immerhin will man es sich mit den Häuslbauern nicht verscherzen, denn es sollen ja nur die zwei Prozent „Superreichen“ ihren „fairen Beitrag“ leisten. Diese 182.123 Personen können pro Jahr die 6 Milliarden Euro leicht verschmerzen, hofft SPÖ-Chef Babler auf den Applaus der Massen. Die Debatte über die Vermögensbesteuerung hat aber zwei Seiten, die man eigentlich auseinanderhalten sollte. Sie kann einerseits Anlass sein, philosophisch über Gerechtigkeit und Gleichheit, über Leistung und Verantwortung und über die Aufgaben des Staates nachzudenken. Konzepte der Vermögensbesteuerung sollten aber auf jeden Fall andererseits soweit durchdacht sein, dass sie funktionieren und keine unerwünschten Nebenwirkungen haben. Und hier gibt es eine Fülle von Detailfragen, die einen beim Babler-
Modell skeptisch machen sollten. Vermutlich werden die „Superreichen“ entweder schnell ärmer oder sich eine neue „steuergünstigere“ Heimat suchen. Aber vermutlich rechnet Babler eh weniger mit Milliarden Steuereinnahmen, sondern mit Tausenden zusätzlichen Stimmen.

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