Oö. Volksblatt: „Vorwärts“ (von Dominik HENNERBICHLER)
Es ist erfrischend zu sehen, was derzeit beim Österreichischen Bundesheer alles weitergeht. Oft genug muss sich die Politik ja den Vorwurf gefallen lassen träge zu sein und in vielen Bereichen hinterherzuhinken. Das war auch lange beim Heer so. Reformstau und Unterfinanzierung haben der Landesverteidigung nicht nur in seinem Ruf geschadet. Mit der „Mission Vorwärts“ bewegt sich nun einiges. Neues Gerät, neues Personal und eine zeitgemäße Neuausrichtung in vielen Bereichen. Dabei zeigt sich außerdem: Es kommt nicht nur aufs Geld an. Denn ohne eine klare Strategie und transparente Umsetzung verpufft jede Finanzspritze.
Die Mission ist zwar noch lange nicht beendet, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, darf sich aber schon jetzt erste Erfolge auf ihre Fahne heften. Immerhin ist es keinem ihrer Vorgänger — von Norbert Darabos über Gerald Klug und Hans Peter Doskozil (alle SPÖ) bis hin zum blauen Mario Kunasek — gelungen, auch nur ansatzweise ähnlich große Fortschritte zu erzielen. Dass derzeit weder von den Genossen noch von den selbsternannten „Festungs“-Bauer Kritik am Bundesheer kommt, darf ruhig als eine weitere Bestätigung gesehen werden. In der Opposition hält man sich wahrscheinlich an den altbekannten Spruch: „Nicht geschimpft, ist genug gelobt.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Oberösterreichisches Volksblatt