NEOS starten „Flügel heben Tour“ durch Bundesländer
„In der österreichischen Bildungspolitik hat sich unter den roten und schwarzen Bildungsministern seit Jahrzehnten nichts bewegt. Halbherzige Reformen haben nur zu noch mehr Bürokratie geführt statt zu besserer Bildung. Wir müssen den Leerlauf im Bildungssystem endlich beenden – für die beste Bildung für jedes Kind“, fordert NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre zum Start der NEOS „Flügel heben Tour“ durch die Bundesländer.
Damit Fortschritt möglich sei, müsse man allerdings rausgehen und den Dialog suchen. „Ein Bildungsminister, der auf Tauchstation geht, weiß nicht, was Schülerinnen und Schüler sowie Lehrende brauchen. Das ist fatal, denn Österreichs Schulsystem ist noch immer so aufgebaut, dass die meisten Entscheidungen nicht vor Ort in der Schule, sondern in zentralen Behörden getroffen werden. Wir NEOS hingegen treten für eine selbstbestimmte Schule ein. Wir glauben daran, dass die Lehrkräfte und Direktorinnen und Direktoren gute Entscheidungen am Standort treffen können. Vertrauen statt Kontrolle muss das Motto lauten.“
Lehrberuf attraktivieren, dem Mangel gegensteuern
Die unattraktiven Arbeitsbedingungen im Schulwesen verstärkten den Lehrkräftemangel, so Künsberg Sarre. Lehrer:innen würden oft fachfremd unterrichten müssen, leisteten Millionen von Überstunden, Doppelbesetzungen entfielen immer öfter, worunter vor allem Kinder mit Behinderungen und Lernschwächen leiden würden. „Dazu kommt, dass in den nächsten Jahren über 20.000 Lehrerinnen und Lehrer in Pension gehen. Dieses Problem ist nicht über Nacht entstanden. Wenn die Regierung hier nicht rasch gegensteuert, indem sie den Lehrberuf attraktiviert, fährt sie das Bildungssystem sehenden Auges gegen die Wand“, warnt Künsberg Sarre. NEOS fordern unter anderem bessere Ausbildungsbedingungen für Lehramtsstudierende, mehr Schulautonomie, moderne flexibel Flächenfächer und Lehrpläne und Aufstiegschancen für die Lehrerinnen und Lehrer.
Estland und Finnland als Vorzeigeländer
Länder wie Estland und Finnland zeigten, dass es auch anders ginge. Dort wären die Schulen von Freiheit und Autonomie geprägt und das Lehrpersonal bekäme die nötige Anerkennung. „In jenen Ländern sind die Expertinnen und Experten die Menschen, die in den Schulen arbeiten – und nicht im Ministerium. Machen wir Schule auch in Österreich wieder zu einem Ort, an dem Lehrerinnen und Lehrer gerne arbeiten und Schülerinnen und Schüler gerne lernen – denn es geht um die Zukunft der kommenden Generationen.“
Alle Infos zur „Flügel heben Tour“: https://parlament.neos.eu/bildungstour-2023
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