Welttag der Bildung: Rotes Kreuz fördert Chancengleichheit | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Welttag der Bildung: Rotes Kreuz fördert Chancengleichheit

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Die Teilnahme am Bildungssystem in Österreich ist nach wie vor in hohem Maße vom Elternhaus geprägt. So können manche Eltern ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen, während andere diese Zeit aufgrund beruflicher Belastungen einfach nicht aufbringen können. Fehlt Kindern und Jugendlichen dieser Rückhalt zuhause, bleibt der schulische Erfolg oft aus. Gleichzeitig ist Nachhilfeunterricht als zusätzliche Unterstützung für viele nicht leistbar. Das Rote Kreuz hilft: In 12 Lernhäusern bundesweit, die unter anderem gemeinsam mit KURIER und dem Rotary Club betrieben werden, begleiten Pädagog:innen und ehrenamtliche Helfer:innen Kinder und Jugendliche beim Lernen. 

„Bildung spielt eine zentrale Schlüsselrolle dabei, die Startbedingungen junger Menschen ins Erwachsenenleben auszugleichen. Daran will der Welttag der Bildung am 24. Jänner erinnern. In unseren Lernprogrammen betreuen wir seit Jahren Kinder aus Familien, die sich Nachhilfe oder andere Unterstützung nicht leisten könnten. Pädagog:innen und ehrenamtliche Helfer:innen fördern bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche, machen mehrmals die Woche gemeinsam Hausaufgaben, Lese- oder Rechenübungen“, erklärt Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. 

Lernhäuser schenken Perspektive 

Die Lernhäuser sowie weitere Lernbegleitungsstellen sind Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren. Sie bieten unentgeltliche Hausaufgabenbetreuung sowie – als Ausgleich – ein vielfältiges Freizeitangebot an. „Durch die individuelle Betreuung schaffen viele Lernhaus-Kinder und Jugendliche nicht nur den Sprung auf eine höhere Schule, sondern lernen auch Freundinnen und Freunde fürs Leben kennen. Außerdem fördern wir die Lern- und Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen durch Lesepatenschaften, Feriencamps und die ‚Gemeinsam lesen‘-Zeitschriften und Bücher von Jugendrotkreuz und Buchklub für den Unterricht“, sagt Michael Opriesnig.

Das Rote Kreuz hat mit seiner „Aus Liebe zum Menschen Stiftung“ eine wirkungsvolle Plattform für Philanthropie ins Leben gerufen. Einen Schwerpunkt legt die Stiftung auf das Thema Bildung: Durch die Unterstützung von Großspender:innen konnten bereits Feriencamps für sozial oder ökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche umgesetzt werden.

Das ganze Jahr über bieten Ehrenamtliche des Rotes Kreuzes Lernbegleitung und Lesepatenschaften an: Mit einer gezielten Leseförderung helfen Lesepat:innen Kindern im Pflichtschulbereich ihre Lesekompetenz zu verbessern und den Spaß an Büchern zu entdecken. „Lesen zu können, ist eine wichtige Voraussetzung für den eine erfolgreiche Schullaufbahn und für die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wenn Kinder gut lesen können, ist es später für sie einfacher, auch im Berufsleben erfolgreich zu sein“, so Opriesnig.

Gemeinsam lesen – gemeinsame Werte 

Ein weiteres zentrales Bildungsangebot des Roten Kreuzes sind die Schülerzeitschriften und Bücher des Jugendrotkreuzes. Das Österreichische Jugendrotkreuz und der Buchklub Jugend bringen als Kooperation „Gemeinsam lesen“ Lesematerial für Schüler:innen in den Unterricht, das nicht nur zum Lesen anregt, sondern auch soziales Engagement und Gemeinnützigkeit vermittelt. Opriesnig: „Das Jugendrotkreuz vermittelt mit seinen Zeitschriften und Büchern wichtige demokratische Werte wie Respekt und Wertschätzung, Strategien zur gewaltfreien Konfliktbewältigung und Akzeptanz von Vielfalt. Sie fördern soziales Lernen und vermitteln eine Haltung des Helfens.“ 

Internationale Bildungsprojekte motivieren 

Auch international fördert das Österreichische Rote Kreuz Bildungsprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten. So steht in Assosa Woreda, Äthiopien, die Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Mädchen und Frauen im Vordergrund. Durch gezielte Maßnahmen werden Bewusstsein, Wissen und Einstellung der Bevölkerung zu den negativen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen von Genitalverstümmelung und Kinderheirat verbessert. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise sogenannte „Gender Clubs“ in Schulen mit Lernmaterialien und Trainings. Auch die Bewusstseinsbildung durch Seminare und Kampagnen und die Bereitstellung von Menstruationshygiene-Kits für Schüler:innen sind wichtige Schritte, um die Selbstermächtigung von Mädchen und Frauen zu fördern. 

Das Rote Kreuz sucht laufend nach Spenderinnen und Spender, die in die Zukunft von Kindern und Jugendlichen investieren wollen: 

Spendenmöglichkeit

IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144 

BIC: GIBAATWWXXX 

Spendenzweck: Zukunft durch Bildung 

Oder online unter: www.roteskreuz.at/spendenzwecke 

Fotos: Link

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