Oö. Volksblatt: „Danke“ (von Herbert SCHICHO)
Linz (OTS) – Es gibt nur wenige Berufsgruppen, mit denen jeder Mensch Erfahrungen gesammelt hat — und es gibt wahrscheinlich nur eine, bei der alle sowohl gute als auch nicht ganz so gute gemacht haben. Deshalb wird auf allen Stammtischen über Schule im Allgemeinen und Lehrer im Besonderen gerne philosophiert. Ja, es gibt nicht nur Tausende Fußball-Nationaltrainer, sondern auch acht Millionen Bildungsexperten in Österreich. Die Folge: Dauerreformen, Evaluierungs- und Testungsstress — und wie in anderen Berufsgruppen eine Fülle von bürokratischen und administrativen Aufgaben, die zusätzlich bewältigt werden müssen. Hinzu kommt, dass das Bildungssystem verunsichert ist, denn leider macht die Politik oft den zweiten medial vermarktbaren Schritt vor dem ersten und stolpert ein bisschen in die Reformen.
Die Lehrer in Oberösterreich zeigen aber, dass es trotz dieser Rahmenbedingungen gelingt, einerseits Wissen zu vermitteln — ein Beleg sind die Spitzenergebnisse bei PISA oder der Zentralmatura — und andererseits auf das Leben vorzubereiten. Hier sei nicht nur auf die niedrige Jugendarbeitslosigkeit verwiesen, sondern auch auf die geringe Selbstmordrate unter den Jugendlichen – zum Vergleich: beim PISA-Dauersieger Finnland ist diese viermal so hoch.
Das alles verdient ein Danke.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Neues Volksblatt