ÖVP-Becker zu Zeitumstellung: „Sorgfältig abschaffen“
Brüssel (OTS) – „Wir kommen unserem Ziel näher: Am Sonntag um drei Uhr früh wird die Uhr vielleicht ein letztes Mal um eine Stunde zurück auf die Winterzeit gedreht. Laut Vorschlag der EU-Kommission könnte die Umstellung auf Sommerzeit Ende März 2019 die letzte Zeitumstellung überhaupt sein. Gesundheitliche Risiken wegen der zweimal jährlichen Zeitumstellung hätten ein Ende. Doch müssen wir neue Gesundheitsfragen klären“, sagt der ÖVP-Europaabgeordnete Heinz K. Becker vor der Zeitumstellung am Sonntag.
„Das wichtigste ist, dass wir bei der Abschaffung der zweimal jährlichen Zeitumstellung sehr sorgfältig vorgehen. Es darf zu keinem Zeit-Chaos in Europa kommen, wir brauchen zumindest eine einzige Zeitzone in West- und Mitteleuropa von Paris bis Budapest“, sagt Becker, einer der Initiatoren des Widerstands gegen die Zeitumstellung.
„Ich habe Sympathie für die dauerhafte Sommerzeit und das ist auch Regierungslinie. Doch derzeit läuft es nicht ganz optimal. Zwar begrüßen wir ausdrücklich, dass die Kommission unser Anliegen ernst nimmt und handelt. Doch scheint die vorliegende Gesetzesänderung die Umsetzung unseres Ziels nicht ganz einfach zu machen“, sagt Becker:
„Das Europaparlament hat ein wissenschaftlich wasserdichtes Vorgehen gefordert. Jetzt hören wir im Nachhinein vermehrt Bedenken, dass die dauerhafte Sommerzeit den Biorhythmus der Menschen erst recht beeinträchtigen könnte. Auf solche Fragen müssen wir unzweifelhafte Antworten finden.“
„Die Kompetenz für die Auswahl der dauerhaften Zeitzone liegt natürlich bei den Mitgliedstaaten“, stellt Becker klar. „Damit müssen sie aber verantwortungsvoll umgehen. Denn es hat keinen Sinn, wenn die Uhren in Wien anders ticken als in Bratislava oder Linz anders als in Passau. Das würde den Binnenmarkt stören, das beginnt schon bei den Flug- und Bahnfahrplänen.“
„Dass die zweimal jährliche Zeitumstellung vor allem für Senioren und Kinder die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und die innere Uhr stört ist per Medizin-Nobelpreis bestätigt“, sagt Becker. „Doch geht bei so einer wichtigen Frage wie der Abschaffung der Zeitumstellung um Qualität vor Geschwindigkeit. Ich hoffe, dass nach dem Treffen der dafür zuständigen EU-Verkehrsminister am Montag in Graz ein klareres Bild gibt.“
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