AK Anderl: Menschenrechte vor Konzerninteressen
Wien (OTS) – „Das ist eine Chance, die nicht ungenutzt verstreichen darf“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl, die der Republik Österreich zur Wahl in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gratuliert. Und weiter: „Die rasch voranschreitende Globalisierung braucht eine faire Gestaltung. Ich erwarte mir, dass Österreich sich konstruktiv in den UN Binding Treaty Prozess einbringt.“
Transnationale Konzerne, die Gewerkschaften unterdrücken, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben dulden, Landrechte missachten und Lebensgrundlagen von indigenen Völkern zerstören: Das ist derzeit traurige Realität. „Und Realität ist leider auch, dass diese Konzerne rechtlich oftmals nicht belangt werden können“, so die AK Präsidentin. Der so genannte „UN Binding Treaty“ – ausgearbeitet von einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe – soll Abhilfe schaffen und es ermöglichen, dass transnationale Konzerne für Menschenrechtsvergehen zur Verantwortung gezogen werden können. Ab heute startet in Genf die nächste Verhandlungsrunde. Dazu Anderl: „Die AK unterstützt den UN Binding Treaty Prozess. Wir müssen in der globalisierten Welt für faire Bedingungen sorgen.“
Die Wahl Österreichs in den Menschenrechtsrat und zugleich der EU-Ratsvorsitz sind eine Chance, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen und ihn voranzutreiben. Denn, so Anderl, „Rechte von Menschen müssen endlich vor die Interessen globaler Player gereiht werden.“
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