Oö. Volksblatt: „Regierung arbeitet“ (von Markus EBERT)
Linz (OTS) – Nur weil — gestern Abend erstmals — in Wien wieder eine Donnerstagsdemonstration gegen die Bundesregierung stattgefunden hat, werden alte Zeiten auch nicht wieder lebendig. Schon dass es ein Jahr gedauert hat, bis sich die üblichen Proponenten auf der Straße gegen die türkis-blaue Koalition zusammengefunden haben, belegt, dass die Aufregung mehr künstlich als real ist.
Vor allem aber ist etwas im Vergleich zur ersten schwarz-blauen Regierung völlig anders: Es gibt nicht nur keine (wie damals inszenierte) internationale Ächtung Österreich, sondern das Gegenteil ist der Fall. Österreichische Regierungspolitiker sind im EU-Vorsitzhalbjahr auf dem europäischen Parkett präsent, und das so, dass es nicht zum Fremdschämen ist.
Wenn nun Omas gegen Rechts, Armutskonferenz oder Künstler mit ausgeprägter ORF-Präsenz zur Donnerstagsdemo blasen, dann ist das im Grunde genommen auch kein Zeichen gegen die Regierung, sondern es dokumentiert eher den brustschwachen Zustand der parlamentarischen Opposition. Jedenfalls aber kann man froh sein, dass hier seit knapp einem Jahr eine Regierung arbeitet, während sich die Koalitionäre in Deutschland alle paar Wochen aufs Neue zusammenstreiten müssen.
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