Neue Abteilung für Frühgeborene
Wien (OTS) – Manche Babys kommen viel zu früh zur Welt und wiegen nicht einmal 1000 Gramm. Die neue Neonatologie im St. Josef Krankenhaus Wien zeichnet sich durch ein innovatives Konzept für die Behandlung und Betreuung dieser Frühchen aus und fördert das intensive Zusammenleben von Säuglingen und Eltern im Krankenhaus.
Wie wichtig die Einbeziehung der Eltern von Frühgeborenen ist, erzählt Primarius Dr. Roland Berger, Vorstand der neuen Abteilung für Kinderheilkunde mit Neonatologie im aktuellen Vinzenz magazin: „Wir binden Eltern möglichst früh in die Pflege ihrer Babys mit ein. Heute wissen wir, wie entscheidend das für die Entwicklung der Kinder ist. Deshalb fördern wir das Stillen, Kuscheln und den Körperkontakt zwischen Eltern und Frühgeborenem intensiv.“ So wird etwa beim Känguruhing das nackte Baby auf den nackten Oberkörper der Mutter oder des Vaters gelegt, diese können es dabei streicheln, ihm etwas erzählen oder vorsingen. Dabei wird auch das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das als Schlüsselhormon für Liebe und die Mutter-Kind-Bindung gilt. Abteilungsleiter Berger: „Den Geruch der Eltern, ihren Herzschlag und ihre Stimme kann das Baby so wahrnehmen. Das ist für ein Kind, das die schützende Gebärmutter viel zu früh verlassen musste, essentiell.“
Das Konzept der entwicklungsfördernden Betreuung ist nur ein Eckpfeiler der brandneuen Station im St. Josef Krankenhaus Wien, die schrittweise zur größten Geburtsklinik Wiens ausgebaut wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das abgestimmte Raumkonzept. In geräumigen Familienzimmern können die Eltern von Frühgeborenen Tag und Nacht mit ihrem Baby verbringen. Gedämpftes indirektes Licht, Verdunkelungsmöglichkeiten, schallschluckende Wände und Lärmschutztüren minimieren störende Einflüsse wie Licht und Lärm für die Babys.
Spendernieren – ein kostbares Geschenk
Beispielgebend für viele Betroffene erzählt der 69-jährige Allgemeinmediziner Dr. Walter Loos in einem weiteren Artikel des aktuellen Vinzenz magazins von seiner Nierentransplantation. Mit zwei kaputten Nieren war er auf eine Spenderniere angewiesen.
Ähnlich ergeht es derzeit 530 Personen in Österreich, die auf eine Niere warten – im Durchschnitt dauert es rund drei Jahre und drei Monate bis zur Operation. Deutlich schneller geht es, wenn man einen Spender für eine Lebendniere findet. Die Vorteile einer solchen Lebendspende erklärt Oberarzt Dr. Christoph Übleis von der Nephrologischen Ambulanz des Ordensklinikums Linz Elisabethinen: „Die Operation ist viel besser planbar und das Organ nur ganz kurze Zeit nicht durchblutet. Die Niere beginnt sofort nach der OP wieder zu arbeiten und hält viel länger.“ Auch Walter Loos bekam eine solche Lebendspende – und zwar von seiner Schwägerin. Obwohl diese sogar eine andere Blutgruppe hatte, hat die Transplantation bestens geklappt. Was früher als vollkommen undenkbar galt, ist in Spezialkliniken mittlerweile Dank einer speziellen Antikörpertherapie sowie einem Blutreinigungsverfahren möglich geworden, bestätigt der Experte Christoph Übleis. An Spezialkliniken wie dem Ordensklinikum Linz, an dem auch Walter Loos operiert wurde, ist das mittlerweile fast ein Routineeingriff. Voriges Jahr führte das spezialisierte Team des drittgrößten Zentrums Österreichs 68 Nierentransplantationen durch, davon 15 Lebendspenden; eine überdurchschnittlich hohe Rate.
Das große Pflege-Plus
Gezielte Hilfe zur Selbsthilfe steht im Mittelpunkt der Lehre Maietta-Hatch (MH) Kinaesthetics. Im Fokus stehen alltägliche Aktivitäten der Pflege und Betreuung von Patientinnen und Patienten, um diese wieder fit für daheim zu machen. Das Konzept, das nach den Gründern Dr. Lenny Maietta und Dr. Frank Hatch benannt wurde, wird seit 2011 im Göttlicher Heiland Krankenhaus Wien angewandt, seit dem Start wurden hier bereits mehr als 470 Pflegekräfte dementsprechend geschult – das sind rund 95 Prozent des Personals. „Ziel ist es, Menschen so zu unterstützen, dass sie ihre Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfen und ihre Bewegungskompetenz erhalten und erweitern können, erläutert Christine Pauli-Jagoditsch, diplomierte Pflegekraft und MH Kinaesthetics-Trainerin im Krankenhaus. Parallel zur Therapie, die den Fokus auf therapeutische Aspekte legt, will man mit MH Kinaesthetics die Alltagsaktivitäten wie Aufstehen, Gehen, Essen oder Hinlegen positiv beeinflussen bzw. ermöglichen.
Die neueste Ausgabe des Vinzenz magazin mit diesen und vielen weiteren interessanten Beiträgen steht ab sofort unter [www.vinzenzgruppe.at] (http://www.vinzenzgruppe.at/) zum kostenlosen Download im pdf-Format zur Verfügung.
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