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Coface: Politische Risiken in Asien steigen

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Wien/Hong Kong (OTS) – Die politischen Risiken in Asien steigen. Das zeigt der aktuelle Political Risk Index von Coface. Asien liegt mit einem Wert von 45 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt von 35 Prozent, ist aber dennoch vor Afrika südlich der Sahara, dem Nahen Osten und Nordafrika und Lateinamerika. „Politische Risiken und Wirtschaftswachstum stehen in einer Wechselwirkung. Sie können die Zukunftsaussichten trüben. Daher müssen wir diese Entwicklung aufmerksam beobachten und die möglichen Konsequenzen berücksichtigen“, schlussfolgert Michael Tawrowsky, Country Manager von Coface in Österreich aus den aktuellen Zahlen.

Innerhalb der gesamten Region weist Südasien die größte Gefahr für politische Risiken auf. Die Staaten Südostasiens folgen. Ostasien verzeichnete dagegen die größte Beschleunigung der politischen Risiken in den letzten zehn Jahren. „Insbesondere in China ist das Gesamtniveau zwischen 2007 und 2017 um 7,2 Prozentpunkte angestiegen. Dies führen wir zu einem Großteil auf den sozialen Fragilitätsindex des Landes zurück“, erläutert Tawrowsky. „Der Soziale Druck ist in Verbindung mit einer Einkommens-Schere und Korruption in Süd- und Südostasien trotz ihrer lebhaften Wirtschaftstätigkeit am höchsten“, betont der Experte.

Auswirkungen von Konflikten und Terroranschlägen

Konflikte und Terroranschläge werden im Coface-Risikomodell ebenso berücksichtigt. Süd- und Südostasien weisen aufgrund ihrer ethnischen, religiösen und linguistischen Fragmentierung ein hohes Sicherheitsrisiko auf. Dies führt zu Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppen in Ländern wie Indien, Pakistan, Myanmar und den Philippinen.

Wechselwirkung Politik und Wirtschaft

„Wirtschaftswachstum und politische Risiken sind eng miteinander verbunden. Einerseits führen schlechtere wirtschaftliche Bedingungen oft zu höheren politischen Risiken. Andererseits wirkt sich das erhöhte politische Risiko maßgeblich auf die wirtschaftliche Aktivität aus“, betont Tawrowsky. Zum einen können Abflüsse aus einer Wirtschaft zu sinkenden Aktienmärkten und steigenden Anleiherenditen führen. Dies verursacht eine Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen. Zum anderen bedeuten höhere Kosten einen Rückgang des Vertrauens der Unternehmen und der Haushalte. Dies führt zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Investitions- und Ausgabenentscheidungen.

Trüber Ausblick?

Diese Risiken könnten den Ausblick für einige asiatische Volkswirtschaften trüben. Es scheint, dass ein Großteil der Entwicklung der politischen Risiken in der Region in den letzten Jahren mit steigenden politischen Anfälligkeiten zusammenhängt, die durch eine Zunahme weniger demokratischer Regierungsformen verstärkt wird.

[Coface Studie: Rising political risks cloud outlook for Asian economies (Englisch)]
(http://www.coface.at/News-Publikationen/Publikationen/)

[Coface] (http://www.coface.at): for trade – Gemeinsam
Geschäfte entwickeln

Mit 70 Jahren Erfahrung und dem dichtesten internationalen Netzwerk ist Coface ein bedeutender Kreditversicherer, Partner im Risikomanagement von Unternehmen und in der globalen Wirtschaft. Mit dem Anspruch, der agilste Kreditversicherer weltweit zu werden, unterstützt Coface 50.000 Kunden dabei, Geschäfte aufzubauen und dynamisch zu entwickeln. Die Produkte und Dienstleistungen schützen Unternehmen im nationalen und internationalen Business und helfen ihnen, Kreditentscheidungen zu treffen. 2017 hatte Coface rund 4.100 Mitarbeiter in 100 Ländern und erzielte einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro.

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