Zotter verhilft mit Schokolade zu Schulbildung
Wien (OTS/www.kindernothilfe.at) – Während in Österreich für mehr als eine Million Kinder die Schulen wieder beginnen, ist Schulbildung in anderen Teilen der Erde keine Selbstverständlichkeit. „Schokolade macht Schule“ nennt sich daher die von der steirischen Schokoladenmanufaktur Zotter für die Kindernothilfe Österreich erdachte Kooperation: Eine Schokokreation mit Bananenfüllung und Himbeerschokoschicht unterstützt arbeitende Kinder im Norden Perus. 50 Cent pro verkaufter Schokolade fließen in ein Kindernothilfe-Projekt in Cajamarca. Mädchen und Buben, die schon im Volksschulalter in Ziegeleien und Steinbrüchen schuften müssen, wird es dort ermöglicht, in die Schule zu gehen. Die „Schokolade macht Schule“-Tafeln sind im Handel und online unter www.zotter.at erhältlich, bisher wurden bereits knapp 50.000 der Schokos verkauft.
„Bildung ist der sicherste Ausweg aus Armut und Ausbeutung. Ich hoffe, dass wir möglichst vielen Kindern ermöglichen können, diese Chance zu bekommen“, erklärt Schokoladenmacher Josef Zotter. „Wie Kriminalität entsteht Kinderarbeit auch aus der Not heraus. Die Menschen kämpfen, damit sie etwas zu essen haben und morgen auch noch da sind. Fairer Handel ist der Schlüssel, um diese Armut zu durchbrechen. Wenn die Bauern von ihrer Ernte leben können und die Familie satt wird, dann gibt es auch keine Kinderarbeit mehr“, so Zotter.
Das Projekt
Der Stadtteil Santa Barbara in Cajamarca ist die zweitärmste Region Perus. Das Einkommen der Eltern reicht oft nicht aus, um für Nahrung, medizinische Versorgung oder eine Schulbildung aufzukommen. Schon im Volksschulalter schuften die Kinder Santa Barbaras in einer der rund 50 Lehmgruben und Ziegeleien, die sich hier im hügeligen Hochland angesiedelt haben. Viele der Kinder sind unterernährt, leiden durch die Schwerstarbeit unter Krankheiten der Atemwege, an der Haut und am Magen.
Die Kindernothilfe und ihr lokaler Partner IINCAP (Instituto de INvestigación y CApacitación y Promoción „Jorge Basadre“) stehen den arbeitenden Kindern zur Seite und weisen Wege aus der Ausbeutung. Den Müttern werden Schulungen angeboten, sie erhalten Kredite für eine kleine Unternehmensgründung oder können beispielsweise in der von IINCAP eingerichteten Backstube mitarbeiten. Damit sinkt die Notwendigkeit, dass die Kinder weiterhin in den Ziegeleien schuften müssen. Den Kindern finanziert das Projekt die Schulbücher und -uniformen, ermöglicht Bildung im eigens eingerichteten Förderzentrum, übernimmt Prüfungsgebühren und erteilt kostenfreien Nachhilfeunterricht. Ältere Jugendliche erhalten Unterstützung bei der Berufsausbildung.
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