Weidenholzer: Völkermord an den Jesiden nicht vergessen | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Weidenholzer: Völkermord an den Jesiden nicht vergessen

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Wien (OTS/SK) – Am 3. August 2014 wurde das Gebiet Sindjar im Nordirak vom IS überfallen, tausende JesidInnen wurden ermordet und verschleppt. Der Völkermord an der jesidischen Minderheit jährt sich zum vierten Mal heute. „Befreit bedeutet nicht frei und zwar bis heute nicht. Noch immer sind tausende JesidInnen in Gefangenschaft“, betont der SPÖ-EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer anlässlich des Gedenktages. ****

„Viele Massengräber sind immer noch ungesichert und in sehr schlechtem Zustand“, so Weidenholzer, der die Region selbst besucht hat. „Es braucht finanzielle Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft, damit die Gräber exhumiert werden. Das sind wir den Verwandten und Überlebenden des Völkermordes schuldig. Außerdem handelt es sich um wichtige Beweise, die die Taten des IS belegen“, sagt der Vizepräsident der SozialdemokratInnen und Gründer der überfraktionellen Freundschaftsgruppe der JesidInnen im EU-Parlament.

Das Europaparlament hat bereits im Dezember 2016 eine Resolution verabschiedet, die die Kriegsverbrechen im Nordirak scharf verurteilt, die Selbstverwaltung für Shingal und ausreichend Mittel für den Wiederaufbau fordert. „Die Menschen können nur dann zurückkehren, wenn sie auch eine Perspektive und eine Zukunft vor Ort haben. Europa hat selbst ein großes Interesse an Stabilität in der Region. Im Rahmen der irakischen Verfassung müssen wir die Bestrebungen nach Autonomie und Selbstverwaltung unterstützen. Gemeinsam mit der Diaspora sollten wir uns für den Aufbau demokratischer Strukturen und einer unabhängige Justiz einsetzen“, schließt Weidenholzer. (Schluss) up/mp

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