FSG-Mariahilf: Resolution gegen den 12-Stunden-Tag | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

FSG-Mariahilf: Resolution gegen den 12-Stunden-Tag

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Eine Resolution der FSG-Mariahilf wurde von der Bezirksvertretung mit den Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen.++++

Die Resolution im Wortlaut

Resolution

O Wir sprechen uns ausdrücklich gegen den vorliegenden Entwurf zum12-Stunden-Tag bzw. der 60-Stunden-Woche aus und fordern alle Parlamentsparteien auf, diesen nicht zu beschließen.

O Sollte die Regierung diese Pläne tatsächlich umsetzen, werden wir auf allen Ebenen Ausgleichsmaßnahmen fordern und durchsetzen.

O Über die betrieblichen Aktivitäten hinaus werden wir gemeinsam mit dem ÖGB für ein soziales und gerechtes Österreich kämpfen. Wir treten mit aller Kraft für kürzere Arbeitszeiten, Wahlrecht zwischen Zeit und Geld und für mehr Planbarkeit in der Arbeitszeit ein.

Begründung

Noch nie gab es in der 2. Republik eine Regierung, die so klar und ungeniert eine Regierung der Industriebosse und ihrer Wünsche ist und so gar nichts für die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder der Sozialpartnerschaft übrig hat.

Erste Belege dafür sind die angedrohte Zerschlagung der AUVA und der Krankenversicherungen, die Verschlechterung bei der Altersteilzeit und die drohende Abschaffung der Notstandshilfe. Damit wird das soziale Fundament unserer Gesellschaft angegriffen.

Per Initiativantrag soll nun die höchstzulässige Arbeitszeit auf 12 Stunden am Tag und 60 Stunden in der Woche ausgedehnt werden. Die Industrie bestellt, die Regierung liefert, und die ArbeitnehmerInnen bezahlen mit ihrer Gesundheit, ihrer Freizeit und ihrem Geld.

Die Arbeitszeit wird nicht flexibler, nur länger. Lange Arbeitszeiten machen krank und führen zu mehr Unfällen.

Im Gesetzesvorschlag steht kein Wort zu zusätzlicher Freizeit, Wahlmöglichkeit oder langen Wochenenden. Mehr noch:
Betriebsvereinbarungen, die dies bisher sichergestellt haben, sollen in Zukunft nicht mehr notwendig sein. Durch ihren Wegfall und die Ausweitung der Gleitzeit werden viele ArbeitnehmerInnen Geld verlieren. Damit greift die Regierung ins Geldbörsel der ArbeitnehmerInnen.

Auch ins Privatleben der Menschen wird massiv eingegriffen. Freizeitplanung und Familienleben sowie ehrenamtliches Engagement werden erschwert oder gar verunmöglicht. Von diesen Maßnahmen sind unsere Mariahilfer ArbeitnehmerInnen und ihr Familien betroffen.

Das ist ein Frontalangriff auf ArbeitnehmerInnen. Davon können auch Beschwichtigungsversuche oder irreführende Darstellungen von verschiedenen Regierungsmitgliedern nicht ablenken.

Weil der Mensch zählt – und nicht der Profit!

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