AK: Freien Zugang zu Parks, Plätzen und Ufern sichern
Wien (OTS) – Wien wächst, die Stadtfläche bleibt gleich. „Deshalb muss die Stadt festlegen, wie Parks, Plätze, Gehsteige und Ufer so gestaltet werden“, fordert der Leiter der AK Abteilung Kommunalpolitik, Thomas Ritt anlässlich der Tagung „Parc Politics“. Allein in den vergangenen drei Jahren ist die Stadt um 90.000 Bewohnerinnen und Bewohner gewachsen. „Die AK Wien fordert deshalb die Sicherung des freien Zugangs zu Parks, Plätzen, Uferzugängen und Sportanlagen für die Menschen, die öffentliche Erholungsflächen dringend brauchen: Wer in kleineren Wohnungen ohne Terrasse oder Garten lebt, muss auf öffentliche Parks, Plätze oder Sportanlagen ausweichen. „Dazu gehört auch, dass die kommerzielle Nutzung von öffentlichen Räumen klar geregelt und begrenzt wird. „Frei zugängliche Parks, Plätze, Grünzonen und Geh-steige sind Treffpunkte des sozialen Miteinanders. Sie sind entscheidend für die Lebensqualität und das Miteinander in der Stadt.“
+ In Fußgängerzonen oder Freizeitzonen wie etwa am Donaukanal muss ein klares Gleichgewicht zwischen kommerzieller und nichtkommerzieller Nutzung gesichert werden. Bei der Genehmigung kommerzieller Nutzungen muss mindestens die Hälfte des Aufent-haltsraums auch ohne kommerzielle Nutzung gesichert werden.
+ Die kommerzielle Nutzung muss fair bezahlt werden. Vor zwei Jahren gab es zwar eine Erhöhung der Gebühren. Sie sind aber im Vergleich zu anderen Städten relativ niedrig.
+ Junge Leute brauchen attraktive Freiflächen, für deren Benutzung man nichts bezahlen muss, insbesondere in den dichter bebauten Stadtregionen. Gute Beispiele gibt es schon: Etwa in den Fußballkäfigen am Gürtel. Davon muss es mehr geben.
+ Schulturnhallen und Schulsportplätze stehen oft nach dem Unterricht und das ganze Wochenende leer, während die WienerInnen dringend Bewegungsräume brauchen: Dafür sollten Schulturnhallen und Schulsportplätze mehr geöffnet werden. Da gibt es auch noch unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen bei Bundes- und Landesschulen. Die AK fordert daher einen zentralen Ansprechpartner, um jungen Leuten und nicht nur Vereinen unbürokratisch und schnell Sportmöglichkeiten zu vermitteln.
+ Wenn private Eigentümer öffentlich zugängliche Zonen schaffen, gilt die private Hausordnung, nicht mehr die Freiheit, die sonst selbstverständlich ist. Deshalb muss die Oberhoheit über öffentliche Räume eine öffentliche Aufgabe bleiben
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