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Kinder-Palliativversorgung: Ehrenamt bleibt unverzichtbar

In Österreich bestehen weiterhin Versorgungslücken in der pädiatrischen Palliativ- und Hospizbetreuung, obwohl spezialisierte Angebote ausgebaut wurden. Ein umfassender Ausbau und eine bessere Vernetzung der Dienste sind notwendig, um die Versorgung von schwerstkranken Kindern und deren Familien zu verbessern.

In Österreich gibt es trotz vieler spezialisierter Angebote noch Lücken in der Versorgung von Kindern mit schweren und unheilbaren Erkrankungen in der Palliativ- und Hospizbetreuung.

  • Freiwillige Helferinnen und Helfer füllen diese Lücken und sind eine wichtige Säule im System.
  • Die Allianz Österreich unterstützt seit mehr als 40 Jahren den Lichtblickhof, eine wichtige Anlaufstelle, zuletzt mit über 70.000 Euro aus dem traditionellen Charity-Punschstand.

Österreich ist bekannt für sein starkes ehrenamtliches Engagement. Eine aktuelle Umfrage der Allianz Österreich zeigt, dass sich fast die Hälfte der Menschen ehrenamtlich engagieren. Drei Viertel davon sagen, sie helfen vor allem, weil sie anderen etwas Gutes tun wollen. Besonders wichtig ist dieses Engagement im Hospiz- und Palliativbereich: Dort begleiten freiwillige Helfer die schwerkranken Kinder und ihre Familien mit menschlicher Nähe und seelischer Unterstützung. Diese Hilfe kann die medizinische Versorgung allein nicht leisten.

Weiterhin fehlen Betreuungsplätze

Seit 2013 wird die pädiatrische Palliativversorgung in Österreich kontinuierlich ausgebaut. Insgesamt gibt es nun 39 spezialisierte Einrichtungen, darunter mobile Palliativ- und Hospizteams für Kinder mit ehrenamtlichen Begleitpersonen. Trotzdem reicht das Angebot noch nicht aus, besonders für stationäre Plätze. Auch die umfassende Begleitung und Unterstützung der Familien ist oft schwierig. Hier greifen ehrenamtliche Organisationen wie der Lichtblickhof ein: Sie bieten nicht nur medizinische Betreuung, sondern schaffen auch einen Ort, an dem Familien Kraft tanken und zur Ruhe kommen können.

Lichtblickhof: Ort der Hoffnung mit Pferdetherapie

Der Lichtblickhof ist ein besonderer Platz für Familien mit Kindern, die an unheilbaren Krankheiten leiden. Eine spezielle Therapie dort ist die Equotherapie – eine Behandlung mit Pferden, die den Kindern hilft, schwere Zeiten besser zu meistern. Diese Therapie wirkt oft beruhigend und stärkt das Wohlbefinden.

Die Allianz Österreich unterstützt den Lichtblickhof bereits seit über 40 Jahren mit Spenden und Mitarbeitereinsätzen. Insgesamt wurden bisher mehr als 1,5 Millionen Euro für das Kinderhospiz gesammelt.

70.000 Euro durch Punschverkauf für kranke Kinder

In der Weihnachtszeit haben rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Allianz in ihrer Freizeit einen Stand vor der Firmenzentrale am Wiener Hauptbahnhof organisiert. Dort verkauften sie Punsch, Glühwein und Snacks, außerdem fand ein Advent-Radmarathon statt. Diese Aktionen brachten mehr als 40.000 Euro ein. Die Allianz erhöhte die Summe noch um 30.000 Euro, sodass insgesamt über 70.000 Euro für den Lichtblickhof zusammenkamen.

„Unsere Aufgabe ist es, betroffenen Familien in ihrer schwierigen Situation Momente der Hoffnung und Lebensfreude zu ermöglichen. Der Lichtblickhof bietet schwerkranken Kindern und ihren Angehörigen einen geschützten Ort, an dem sie durchatmen, positive Erlebnisse sammeln und neue Energie gewinnen können. Die langjährige Unterstützung durch Partner wie die Allianz ist die Grundlage dafür, dass wir jährlich bis zu 500 Kinder betreuen können“, erklärt Roswitha Zink, Geschäftsführerin und Therapeutin des Lichtblickhofes.

„Ehrenamtliche Organisationen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unser Gesundheitssystem – gerade bei der Begleitung schwerkranker Kinder. Trotz medizinischer Fortschritte gibt es weiterhin Lücken in der Versorgung. Umso wichtiger ist es, Initiativen wie den Lichtblickhof zu stärken. Unser Punschstand hat eine jahrzehntelange Tradition und lebt vom außergewöhnlichen Einsatz und Zusammenhalt unserer Mitarbeiter:innen“, so Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich.

Charity und freiwilliges Engagement bei der Allianz

Soziale Verantwortung ist der Allianz Österreich sehr wichtig – nicht nur durch finanzielle Unterstützung, sondern auch durch das freiwillige Engagement der Mitarbeiter. Im Jahr 2025 wurden, inklusive der Spendengelder vom Punschstand, über 70.000 Euro an verschiedene Charity-Projekte gespendet.

Zudem haben Mitarbeiter die Möglichkeit, einen Arbeitstag pro Jahr für soziale Projekte zu nutzen. Im Jahr 2025 haben sie insgesamt etwa 130 Tage für freiwillige Einsätze (Corporate Volunteering) genutzt und so ihre Unterstützung aktiv gezeigt.