Doomscrolling bezeichnet das zwanghafte Durchscrollen negativer Nachrichten, insbesondere in Zeiten globaler Krisen. Die stetige Informationsflut verstärkt Ängste und kann psychisch belasten – ein Phänomen, das auch als Informationsüberlastung bezeichnet wird. Gerade in einer Welt, die von multiplen Krisen – wie Klimawandel, politischer Instabilität und sozialen Konflikten – geprägt ist, scheint die Stimmung oft apokalyptisch.

Thomas Edlinger, künstlerischer Leiter des renommierten Donaufestivals, setzt mit dem diesjährigen Thema Mad Hope bewusst ein Zeichen. Sein Essay beschäftigt sich damit, wie wir inmitten von multiplen Krisen Möglichkeiten zur Hoffnung und Veränderung erkennen können. Hoffnung dient hierbei als psychologischer Schutzfaktor und öffnet Möglichkeitsräume für gesellschaftlichen Wandel.
Die Dahinterliegende Idee ist, dass Hoffnung kein blinder Optimismus ist, sondern eine bewusste Haltung, die Resilienz fördert. Resilienz beschreibt die Fähigkeit, sich von negativen Ereignissen zu erholen und gestärkt daraus hervorzugehen. Durch kulturelle und künstlerische Reflexion können Menschen neue Narrative entwickeln, die das Gefühl der Ohnmacht überwinden helfen.
Für junge Erwachsene und Maturanten bedeutet das: Es lohnt sich, kritisch zu hinterfragen, wie Medienkonsum die eigene Wahrnehmung prägt und wie aktiv gestaltete Hoffnungsräume Impulse für den eigenen Zukunftsentwurf geben können. Auch wenn Doomscrolling die Wahrnehmung vieler bestimmt, besteht die Chance in bewusstem Medienverhalten und gesellschaftlichem Engagement, den Weg zu neuen Perspektiven zu ebnen.
Das Donaufestival 2026 beweist mit seiner Ausrichtung, dass Kunst und Kultur kraftvolle Mittel sind, um Hoffnung sichtbar und spürbar zu machen – auch in einer Welt, die scheinbar von Krise zu Krise eilt.
Weiterführende Links
- https://www.donaufestival.at
- https://www.psychologytoday.com/us/basics/resilience
- https://www.bbc.com/future/article/20210127-why-do-we-doomscroll-and-how-to-stop
- https://www.un.org/en/climatechange