Umfrage: Fast jeder Zweite fühlt sich bei Parkinson-Früherkennung schlecht informiert | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Umfrage: Fast jeder Zweite fühlt sich bei Parkinson-Früherkennung schlecht informiert

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Wie gut kennen die Menschen in Deutschland die Krankheit Parkinson? Der erste Parkinson Awareness Monitor – eine Umfrage unter 1.000 Deutschen, die die Meinung der Bevölkerung repräsentiert – zeigt: Die meisten sind bereit, sich früh testen zu lassen, aber das Wissen über die Krankheit ist noch nicht sehr gut. Die Studie wurde vom Biotech-Unternehmen MODAG in Auftrag gegeben. Der Anlass ist der Welt-Parkinson-Tag am 11. April, der auf die Krankheit aufmerksam macht.

Fast 58 Prozent der Befragten wissen, dass Parkinson eine dauerhafte Erkrankung des zentralen Nervensystems ist. Trotzdem haben über 40 Prozent falsche Vorstellungen: 23,8 Prozent denken zum Beispiel, Parkinson sei eine Krankheit des Bewegungsapparates, andere halten sie für psychische Probleme oder für eine Art Durchblutungsstörung.

Was die Symptome angeht, nennen 80,8 Prozent vor allem das typische Zittern und die Starre der Bewegungen – das sind klassische Anzeichen. Aber viele wissen nicht, dass es auch frühe Warnzeichen gibt, die oft schon Jahre vor dem Zittern auftreten. Dazu gehören der Verlust des Geruchssinns (nur 12,5 Prozent kennen das), Schlafstörungen (11,1 Prozent) oder Probleme mit der Verdauung (9,6 Prozent). Diese frühen Symptome sind sehr wichtig, weil sie Hinweise auf Parkinson geben können, bevor die Bewegungen auffällig werden.

Auch bei der Diagnose gibt es Missverständnisse: Nur knapp 30 Prozent wissen, dass die Diagnosestellung oft mehrere Jahre dauern kann. 38,4 Prozent glauben fälschlicherweise, dass ein einfacher Test beim Hausarzt oder einem Spezialisten für Gene heute schon zuverlässig Parkinson feststellen kann. Gleichzeitig fühlen sich nur 19,2 Prozent sicher, erste Anzeichen bei sich selbst oder Angehörigen rechtzeitig zu erkennen. Dabei ist gerade die frühe Erkennung wichtig für eine gute Behandlung.

Die meisten Menschen sind aber offen für Tests: 40 Prozent würden einen sicheren Test zur Früherkennung sofort machen lassen, und weitere 44,2 Prozent würden ihn nach Rücksprache mit einem Arzt machen. Außerdem sind 72,7 Prozent überzeugt, dass eine frühe Diagnose den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen kann. Trotzdem fühlt sich fast die Hälfte (49,6 Prozent) durch Medien oder Aufklärung schlecht oder gar nicht über die möglichen Früherkennungstests informiert.

Die größte Angst bei einer Parkinson-Diagnose ist der Verlust der Selbstständigkeit im Alltag – das befürchten 64,5 Prozent. 39,1 Prozent sorgen sich, dass es keine guten Therapien gibt, und 24 Prozent haben Angst, von der Gesellschaft als „nicht mehr leistungsfähig“ oder „geistig eingeschränkt“ gesehen zu werden.

Dr. Torsten Matthias, Geschäftsführer der MODAG GmbH, sagt: „80 Prozent der Befragten kennen das Zittern als Symptom – aber die frühen Warnsignale wie den Verlust des Geruchssinns oder Schlafstörungen kennt fast niemand. Solange Parkinson in den Köpfen eine reine Zitterkrankheit bleibt, kommen Betroffene zu spät zum Arzt. Dieses Bild müssen wir korrigieren und die Aufklärungslücke schließen. Aus diesem Grund haben wir einen objektiven Nachweis entwickelt, den weltweit ersten Test für Parkinson, der die Erkrankung mit einer hundertprozentigen Spezifität nachweist.“

Prof. Dr. Johannes Levin, Chief Medical Officer bei MODAG, ergänzt: „Die Umfrage bestätigt, was wir in der klinischen Praxis täglich erleben: Patienten benötigen oft zwei bis drei Jahre, bis die Diagnose gesichert ist. In dieser Zeit leben sie in Unsicherheit. Frühzeitige Klarheit würde ihnen ermöglichen, schnell eine effektive symptomatische Therapie zu beginnen und ihr Leben aktiv zu planen, statt abzuwarten.“

Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung, die nicht nur ältere Menschen betrifft. Auch junge Erwachsene können betroffen sein – das nennt man juvenile Parkinson. Die Erforschung und Entwicklung neuer Früherkennungsmethoden und Therapien ist deshalb besonders wichtig, um Betroffenen ein besseres Leben zu ermöglichen.

Eine Übersicht der Umfrage-Ergebnisse mit Grafiken finden Sie hier: https://researchdashboard.io/#/de/survey/public/link/mcUGId2jO

Rückfragen

Nils Wigger
+49 (0)176 722 91 461
n.wigger@dunkelblau360.com

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