Neue Demohalle in Schönbrunn: Modernes Gartenbau- und Forschungszentrum eröffnet | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Neue Demohalle in Schönbrunn: Modernes Gartenbau- und Forschungszentrum eröffnet

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Die Demohalle in der Grünbergstraße 24 in Wien wurde komplett erneuert und vergrößert. Sie gehört zur HBLFA für Gartenbau und den Österreichischen Bundesgärten. Jetzt steht dort ein modernes und umweltfreundliches Gebäude zur Verfügung, das für Ausbildung, Forschung und praktische Arbeit im Gartenbau genutzt wird. Das Gebäude verbindet moderne Bauweise mit hoher Energieeffizienz und neuen Nutzungsideen. Damit wird der Standort als wichtiges Zentrum für Gartenbau noch gestärkt.

Die neue Demohalle wurde am 7. April 2026 feierlich eröffnet. Dabei waren Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, Generalsekretär Severin Gruber (stellvertretend für Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer), Burghauptmann Reinhold Sahl und Gerd Koch, der Leiter der HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten.

Die Sanierung des Gebäudes wurde von der Burghauptmannschaft Österreich geleitet. Das Ziel war, das alte Gebäude aus den 1960er-Jahren grundlegend zu modernisieren und an die heutigen Anforderungen anzupassen. Neben der Erneuerung des alten Gebäudes wurde ein neuer, zweistöckiger Anbau gebaut. Das Gebäude wurde um 2.400 Quadratmeter vergrößert, ist barrierefrei und bietet mehr Räume für Unterricht, Arbeit und soziale Aktivitäten. Insgesamt wurden 10 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sagt: „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich: Wir stärken hier gezielt Ausbildung, Forschung und Innovation und sichern damit die Fachkräftebasis von morgen. Gerade in Zeiten globalen Wettbewerbs braucht es moderne Infrastruktur, die Wissen schneller in Anwendung und Wertschöpfung bringt. Nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und regionale Wertschöpfung sind ein langfristiger Standortvorteil. Öffentliche Investitionen wie diese setzen gezielte Impulse für Beschäftigung, stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und leisten einen konkreten Beitrag zu einer resilienten und zukunftsfitten Wirtschaft.“

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig erklärt: „Durch die neue Demohalle entsteht ein gartenbauliches Kompetenzzentrum, das Forschung, Fachwissen und Lehre bündelt. Ziel ist es, tragfähige Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Gartenbaus zu schaffen und aktuelle Herausforderungen effizient zu bewältigen. Wissenschaftliche Expertise wird gestärkt, die für die Weiterentwicklung einer sicheren, nachhaltigen Lebensmittelversorgung sowie einer zukunftsfähigen Stadt- und Landschaftsgestaltung in Österreich entscheidend ist.“

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Mittelpunkt

Beim Bau wurde besonders auf umweltfreundliche und schonende Methoden geachtet. Der Anbau wurde in sogenannter Holz-Hybridbauweise gebaut, was bedeutet, dass Holz zusammen mit anderen Materialien verwendet wurde. Die Fassade besteht aus Lärchenholz. Zusätzlich sind Teile der Fassade, das Dach und die Außenflächen begrünt oder können begrünt werden, was gut für die Natur und das Klima ist. Die Energieversorgung nutzt Fernwärme und eine Photovoltaikanlage mit 92 kWp, um selbst Strom zu erzeugen und CO₂-Emissionen zu reduzieren. Regenwasser wird gesammelt und zur Bewässerung verwendet. Das Projekt erfüllt die hohen Umweltstandards des „Aktionsplans nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe)“ und hat die klimaaktiv Silber-Zertifizierung erhalten.

Burghauptmann Reinhold Sahl meint: „Das Projekt zeigt, wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und architektonische Qualität im öffentlichen Bau erfolgreich verbunden werden können.“

Ein Kompetenzzentrum für die Zukunft des Gartenbaus

Die HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten ist eine Behörde des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. Mit der neuen Demohalle wird sie zu einem modernen Zentrum, das Forschung, Lehre und praktische Arbeit im Gartenbau an einem Ort zusammenbringt. Besonders praktisch ist die direkte Verbindung zu den nahegelegenen Gewächshäusern.

Aufgrund des Klimawandels wird Gartenbauforschung immer wichtiger. Wichtige Themen sind biologischer Gemüsebau, widerstandsfähige Produktion und nachhaltiger Pflanzenschutz. Die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter wurde in den letzten Jahren erhöht. Im neuen Bürotrakt sind alle Forschungsabteilungen zusammen, was die Zusammenarbeit verbessert und die Umsetzung gemeinsamer Projekte erleichtert.

Gerd Koch, Leiter der HBLFA, sagt: „Die Demohalle verknüpft praxisnahe Forschung und Lehre optimal und schafft beste Voraussetzungen für die Ausbildung der Expertinnen und Experten von morgen.“

Die Burghauptmannschaft Österreich kümmert sich mit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um die bauliche Betreuung von mehr als 440 historischen Gebäuden in ganz Österreich. Dazu gehören berühmte Bauwerke wie die Hofburg in Wien und Innsbruck, Schloss Belvedere, Kartause Mauerbach, Schloss Ambras sowie die ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen, Gusen, Melk und Ebensee.

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