Caritas zieht starke Bilanz zur Winternothilfe trotz eisigem Winter | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Caritas zieht starke Bilanz zur Winternothilfe trotz eisigem Winter

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Die Caritas der Erzdiözese Wien blickt auf eine sehr anstrengende Wintersaison zurück. Besonders schwierig war die Zeit Mitte Jänner, als eine starke Kältewelle über Wien kam. Trotz vieler Bemühungen sind zwei obdachlose Männer während dieser Kälte gestorben. Caritasdirektor Klaus Schwertner sagt: „Die tragischen Todesfälle haben uns tief betroffen gemacht. Sie haben einmal mehr gezeigt, wie gefährlich das Leben auf der Straße ist. Umso wichtiger ist das dichte Netz der Hilfe, das wir auch in diesem Winter geknüpft haben – gemeinsam mit den Wienerinnen und Wienern, gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen und dem Fonds Soziales Wien. Diese Hilfe hat verhindert, dass noch mehr Menschen zu Schaden gekommen sind.“

Die Zahlen zeigen, dass mehr Menschen die Hilfe der Caritas in Anspruch genommen haben – zum Beispiel beim Streetwork, in den Notquartieren, bei medizinischer Hilfe, in Wärmestuben und bei Essensausgaben. Tausende Spenderinnen und Spender sowie über 1.300 Freiwillige haben diese Arbeit möglich gemacht. Ohne ihre Unterstützung wäre die Hilfe kaum denkbar gewesen. Klaus Schwertner bedankt sich herzlich bei allen, die sich für obdachlose Menschen einsetzen.

Über 15.500 Anrufe beim Caritas-Kältetelefon und täglicher Streetwork-Einsatz

Von November bis Ende April ist das Kältetelefon der Caritas in Wien unter der Nummer 01/480 45 53 rund um die Uhr und sieben Tage die Woche erreichbar. Diesen Winter wurde das Telefon mehr genutzt als je zuvor: „Über 15.500 Mal haben Menschen hin- und nicht weggeschaut und mit ihrem Anruf beim Kältetelefon dabei geholfen, zielgerichtete Hilfe zu Menschen auf der Straße zu bringen“, sagt Schwertner. Die Streetwork-Teams sind weiterhin täglich in Wien unterwegs und brauchen diese Hinweise, um obdachlosen Menschen schnell helfen zu können. Auch wenn das Wetter milder wird, kann das Leben auf der Straße riskant sein.

Seit November konnten so über 490 Menschen ohne Zuhause in warme Notquartiere vermittelt werden. Außerdem haben viele obdachlose Menschen warme Schlafsäcke, Kleidung und Decken bekommen.

42.334 Mahlzeiten in der Gruft – knapp 39.000 Suppen vom Canisibus

Allein in der Obdachloseneinrichtung „Gruft“ wurden seit November rund 42.300 Mahlzeiten an obdachlose Menschen verteilt. Außerdem konnten über 9.400 Mal warme Betten angeboten werden. Auch in anderen Caritas-Notquartieren waren viele Menschen untergebracht – insgesamt etwa 620 Personen. Die 42 Wärmestuben, die von Pfarren betrieben werden, bieten Schutz, Essen und einen Ort zum Zusammenkommen. Diese Angebote nutzen nicht nur obdachlose Menschen, sondern auch jene, die in ihrer Wohnung nicht genug heizen können.

Der Canisibus, ein mobiler Suppenbus der Caritas, fährt seit mehr als 30 Jahren jeden Abend durch Wien. Obdachlose und armutsbetroffene Personen bekommen hier oft ihre einzige warme Mahlzeit am Tag. Seit November wurden rund 39.000 Teller Suppe von etwa 180 Freiwilligen zubereitet und ausgegeben.

Im Winter wird auch medizinische Hilfe besonders benötigt. Der Louisebus bietet Menschen ohne Krankenversicherung medizinische Versorgung. In den Wintermonaten wurden dort insgesamt 1.198 Menschen behandelt. 15 Ärztinnen und Ärzte sowie 19 Assistentinnen und Assistenten führten 3.366 Behandlungen durch.

Caritas bittet um Spenden: „Der Winter ist vorbei. Unsere Hilfe geht weiter.“

Die Winternothilfe endet Ende April. Doch die Gefahr für obdachlose Menschen bleibt bestehen, auch im Sommer. Die Caritas hilft deshalb ganzjährig weiter im sogenannten Sommermodus. „Der Winter ist vorbei. Unsere Hilfe geht weiter“, erklärt Schwertner. Wärme im Sommer kann für Menschen auf der Straße ähnlich gefährlich sein wie Kälte im Winter. Obdachlosigkeit existiert an 365 Tagen im Jahr – die Unterstützung muss daher auch das ganze Jahr über stattfinden.

Die Caritas bittet weiterhin um Unterstützung. Im wirhelfen.shop kann man leicht online helfen:

Caritas Spendenkonto
IBAN: AT163100000404050050
BIC: RZBAATWW
BLZ: 31000
Kennwort: „Gruft Winterpaket“

Foto-Downloadlink (Passwort: Winternothilfe)

Rückfragen

Caritas der Erzdiözese Wien
Martin Gantner
Telefon: 0664 889 527 60
E-Mail: martin.gantner@caritas-wien.at

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