Das ÖHV-Forum in Lech: Erfolgreicher Hotelbau auf sicherem Fundament
Beim ÖHV-Forum Lech 2026 wurde deutlich, dass ein Hotel heute nur mit einem guten Plan, einer durchdachten Ablaufplanung und einer sicheren Finanzierung erfolgreich gebaut werden kann. Oswald Jäger, der Landesvorsitzende der ÖHV in Vorarlberg, begrüßte 120 Teilnehmer:innen aus führenden Hotels aus ganz Österreich in den Lechwelten. Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung, betonte nach der freundlichen Begrüßung von Lechs Bürgermeister Gerhard Lucian, dass durch stark steigende Kosten eine langfristige Planung notwendig ist: „Alle paar Jahre umbauen ist zu teuer.“ Ein wichtiger Punkt ist auch die hohe Steuerbelastung in Österreich: „Daneben sieht das Burj Khalifa mickrig aus. Aber anders als moderne Hochhäuser haben unsere Staatsfinanzen weder ein stabiles Fundament noch Echtzeit-Überwachungssysteme: Immer noch ein Steuer-Stockwerk mehr einziehen geht nicht.“ Eine weitere ständige Steuererhöhung, wie von Babler gefordert, müsse der Hotelbranche erspart bleiben: „Wir brauchen keine neue Belastung, sondern eine Steuer-Architektur, die die nächsten Jahrzehnte übersteht!“
Konzept ist wichtiger als Aussehen
Wie Veit erklärte, gibt es keinen Platz für wirtschaftliche oder bauliche Fehler. Arnold Harrasser von Michaeler & Partner sagte dazu: „Nicht Größe oder Optik entscheidet über Erfolg, sondern ein sauberes Konzept. Hotels müssen konsequent als Ertragsimmobilie gedacht werden. Das heißt früh klären, welche Flächen tatsächlich Wert schaffen. Das heißt erst planen, dann ausschreiben. Mit einem professionell aufgestellten Team, klaren Zuständigkeiten und möglichst hoher Präzision vor Baubeginn.“ Das zeigt, wie wichtig es ist, von Anfang an genau zu wissen, was gebraucht wird und wie es am besten funktioniert.
Schlechte Planung führt oft zum Scheitern – aber es geht auch besser!
Einrichter Josef Göbel brachte es auf den Punkt: „Projekte scheitern nicht spektakulär, sondern schleichend. Weil schlechte Planung jeden Tag gegen den Betrieb arbeitet.“ Er rät, Abläufe zu planen, nicht nur Räume. Es muss erst klar sein, wie zum Beispiel das Frühstück, die Zimmerreinigung und die Warenlogistik im Alltag ablaufen. Die Mitarbeiter:innen kennen den Arbeitsalltag genau, wissen, wo Zeit verloren geht und wo Probleme entstehen. Auch Barbara Winkler, ÖHV-Landesvorsitzende in Tirol, betonte: „Bauentscheidungen beweisen sich nicht in Plänen, sondern im täglichen Betrieb. Zielgruppenorientierung, passende Materialien, ein klarer Blick auf Gästebedürfnisse und wirtschaftliche Risiken sind ‚keine Detailfragen, sondern Voraussetzung für Investitionen, die funktionieren.‘“ So wird die Planung an die Realität angepasst und die Chancen auf Erfolg steigen.
Gute Vorbereitung erhöht die Chance auf Finanzierung
Matthias Matzer, Geschäftsführer der OeHT, gab einen Überblick über Fördermöglichkeiten und betonte, dass bei größeren Bauprojekten nicht nur die Förderfähigkeit wichtig ist, sondern vor allem eine sorgfältige Vorbereitung. Fehler wie zu kurze Zeitpläne, fehlende Details oder das Vergessen von Förderbedingungen können verhindert werden. Er fasste zusammen: „Vorbereitung ist der Schlüssel.“ Eine gründliche Vorbereitung hilft, Förderungen sicher zu bekommen und den Bau reibungsloser zu gestalten.
Crowdinvesting: Eine gute Alternative mit doppeltem Vorteil
Daniel Horak, Co-CEO von CONDA, empfahl Crowdinvesting als besondere Finanzierungsform, vor allem wenn Eigenkapital knapp ist und Banken streng sind. Dieses Modell ermöglicht es, Gäste zu Investoren zu machen und verbessert die Liquidität des Hotels im Betrieb. So wird nicht nur Kapital beschafft, sondern auch die Bindung zu den Gästen gestärkt.
Finanzieren heißt heute: Verschiedene Quellen nutzen
In einer Diskussionsrunde mit OeHT, CONDA und Jürgen Schwarzl von der Sparkasse Bludenz herrschte Einigkeit: Auch wenn in Top-Urlaubsorten große Investitionen gemacht werden, heißt das nicht automatisch, dass viel Spielraum entsteht. Stattdessen bringt ein ausgewogener Mix aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Förderungen und alternativen Finanzierungsformen mehr Sicherheit und Flexibilität. Diversifikation ist damit heute ein wichtiger Teil der Finanzierungsstrategie.
Schon vormerken: Termine für weitere ÖHV-Foren zu Longevity und Arbeitsmarkt
Die nächsten ÖHV-Foren finden am 24. Juni im Hotel Gut Brandlhof in Saalfelden zum Thema Longevity (Gesundes Altern) und am 8. Oktober in Wien zum Thema Arbeitsmarkt statt. Für ÖHV-Mitglieder sind die Veranstaltungen kostenlos. Weitere Infos und Anmeldung unter www.oehv.at/forum.
Druckfähige Fotos der Veranstaltung sind hier zum Download verfügbar; © ÖHV/Lechner
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