KHM-Leitung äußert sich zur ORF-Berichterstattung
Die Leitung des KHM-Museumsverbandes kritisiert die ORF-Berichterstattung über den arbeitsrechtlichen Streit am Schloss Ambras. Sie ist der Meinung, dass der ORF seine journalistische Pflicht verletzt hat. Im Bericht vom Mittwoch, 25.3.2026, wurden wichtige Aussagen von KHM-Generaldirektor Dr. Jonathan Fine und Geschäftsführer Dr. Paul Frey nicht erwähnt. Außerdem wurden ehemalige Mitarbeiter ohne Namensnennung zitiert, die keine eigenen Erlebnisse schilderten, sondern Gerüchte über ein „toxisches Klima“ weitergaben.
Aus Rücksicht auf die arbeitsrechtliche Verantwortung gegenüber allen Beschäftigten – dazu gehört auch Frau Dr. Veronika Sandbichler – kann der KHM-Museumsverband den genauen Ablauf des Arbeitskonflikts am Schloss Ambras erst nach Abschluss der eigenen Untersuchungen öffentlich erklären. Deshalb bittet die Leitung den ORF darum, fair zu berichten und keine einseitige Plattform für Vorwürfe zu bieten, die den Ruf des Museumsverbands schädigen.
Genaueres zum Ablauf:
Der erste Bericht der „ZiB 2“ vom 24.3.2026 ließ dem KHM-Museumsverband keine Chance zur Stellungnahme, obwohl keine Eile durch den laufenden Streit bestand. Zu diesem Zeitpunkt war Generaldirektor Fine zudem in London.
Schon am nächsten Tag lud die Leitungsgruppe zu einer Pressekonferenz ein. Dort erklärten Dr. Fine und Dr. Frey, dass Frau Dr. Sandbichler bereits im Jänner 2026 selbst den Wunsch hatte, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden. Sie verlangte eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 24 Monatsgehältern und eine frei von Arbeitstage 8 Monate lang. Diese hohen Forderungen waren rechtlich nicht akzeptabel. Der Museumsverband hätte sich angreifbar gemacht, wenn er über die gesetzliche Abfertigung hinaus eingegangen wäre. Ende Februar brach deshalb der Anwalt von Frau Dr. Sandbichler die Gespräche ab.
Danach kritisierte Anwalt Dr. Martin Josef Maxl die KHM-Leitung in einem ORF-Bericht am 24.3.2026 scharf. Dabei brachte er auch andere Vorwürfe gegen Geschäftsführer Frey vor, die nichts mit dem Streit um Frau Dr. Sandbichler zu tun hatten. Außerdem veröffentlichte er eine Liste von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Anfang 2025 das Unternehmen freiwillig oder einvernehmlich verlassen hatten. Falls diese Personen nicht ihre Zustimmung zur Veröffentlichung gegeben haben, meint der KHM-Museumsverband, dass hier Persönlichkeitsrechte verletzt wurden.
Während der Pressekonferenz des KHM-Museumsverbandes am 25.3.2026 gab es zur gleichen Zeit in der „ZiB 1“ einen Beitrag mit anonymen Aussagen, die weitere Anschuldigungen enthielten. Diese anonymen Personen berichteten jedoch nicht über eigene Erfahrungen, sondern über Erzählungen von anderen.
Diese Berichte bilden ein verzerrtes Bild ab, weil sie nur die Seiten der Vorwürfe zeigen. Auch die Moderatorin sagte im Beitrag: „Seit heute steht fest: Veronika Sandbichler war nicht die einzige Mitarbeiterin, die unter dem Führungsstil von Jonathan Fine und Paul Frey gelitten hat.“ Diese Aussage basiert jedoch ausschließlich auf anonymen Berichten über Dritte und wird vom KHM-Museumsverband entschieden zurückgewiesen. Weder die Gleichbehandlungsbeauftragte noch der Betriebsrat haben Beschwerden über schlechte Behandlung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeldet.
Für die Leitung des KHM-Museumsverbandes ist es wichtig zu betonen, dass sie sowohl dem Publikum als auch den österreichischen Steuerzahlern verpflichtet ist. Wegen sinkender Besucherzahlen im Schloss Ambras wurde gemeinsam mit Frau Dr. Sandbichler und ihrem Team an einem Konzept gearbeitet, um mehr Besucher zu gewinnen und so den Erfolg zu steigern – ähnlich wie an anderen KHM-Standorten. Dieser Prozess war noch nicht abgeschlossen, als Frau Dr. Sandbichler im Jänner 2026 überraschend ihre Kündigung wünschte.
Die aktuellen öffentlichen Vorwürfe von Frau Dr. Sandbichler trotz der laufenden externen Untersuchungen sind aus Sicht des KHM-Museumsverbands ein schwerwiegender Vertrauensbruch. Dieses Verhalten schadet dem Ruf und Geschäften des Verbandes. Deshalb werden weitere rechtliche Schritte geprüft.
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