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Pensionssystem generationengerecht und demografiefest gestalten

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Die Industriellenvereinigung (IV) sieht in den aktuellen Empfehlungen der OECD klare Handlungsaufforderungen: Das österreichische Pensionssystem muss dringend und langfristig reformiert werden, weil die Menschen immer älter werden. Besonders wichtig ist eine schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters. Die OECD schlägt vor, das Pensionsalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen. Außerdem sollten Frühpensionen eingeschränkt werden, denn wenn viele Menschen früher in Pension gehen, belastet das das System finanziell und verschärft den Mangel an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt.

IV-Generalsekretär Christoph Neumayer erklärt: „Wir sehen, dass 82 Prozent der neuen Pensionistinnen und Pensionisten in Pension gehen, schlicht weil die Voraussetzungen erfüllt sind, und nicht aus gesundheitlichen Gründen. Das zeigt, dass vor allem die gesetzlichen Rahmenbedingungen den Ausschlag geben. Dem können wir nur mit gezielten Anpassungen beim gesetzlichen Pensionsantrittsalter begegnen.“

Neumayer betont, wie wichtig es ist, das Pensionssystem an die längere Lebenserwartung anzupassen: „Ein nachhaltiges Pensionssystem kann nur funktionieren, wenn wir die steigende Lebenserwartung auch im Erwerbsleben abbilden.“ Er warnt, dass frühzeitige Pensionierungen den Arbeitsmarkt schwächen: „Wer früher in Pension geht, fehlt dem Arbeitsmarkt, das können wir uns angesichts des Fachkräftemangels nicht leisten.“

Bis jetzt gab es einige erste Maßnahmen, zum Beispiel Anpassungen bei der Korridorpension und die Einführung der Teilpension. Diese Schritte sind aber nur vorläufig und bringen keine grundlegende Lösung. „Um strukturelle Reformen und eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters samt Einschränkungen bei Frühpensionen werden wir nicht herumkommen“, so Neumayer weiter.

Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass durch die Reformen nicht nur die finanzielle Stabilität des Pensionssystems gesichert wird, sondern auch die Chancen, dass jüngere Generationen eine faire Pension erhalten können. Die demografische Entwicklung bringt große Herausforderungen mit sich, da immer weniger junge Menschen für immer mehr ältere Menschen arbeiten müssen. Daher sind Anpassungen nötig, um die Zukunft des Pensionssystems sicherzustellen.

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