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KV Finance: Zweite Verhandlungsrunde ergebnislos beendet

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Die zweite Verhandlungsrunde für die etwa 68.000 Beschäftigten im Finanzsektor endete am 17. März ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber haben kein neues Angebot zur Gehaltserhöhung gemacht. Die Gewerkschaft GPA findet das besonders unverständlich, weil die Branche gerade sehr erfolgreich ist. Bei der nächsten Verhandlungsrunde am 23. März erwartet die Gewerkschaft ein Angebot, das besser zur guten wirtschaftlichen Lage passt und die Leistungen der Mitarbeiter anerkennt.

Wolfgang Pischinger, der Hauptverhandler der GPA, sagt: „Die Diskrepanz zwischen den offiziellen Zahlen und den Vorstellungen der Arbeitgeber ist immer noch riesig“. Er meint, dass der Finanzsektor Rekordgewinne erzielt, aber die Arbeitgeber trotzdem nur Gehaltserhöhungen auf dem Niveau anderer Branchen anbieten wollen. „Das passt nicht zusammen“, so Pischinger, der auch Zentralbetriebsrat der OBERBANK ist. Er betont, dass es gerade im Finanzsektor wichtig ist, die Kaufkraft der Beschäftigten zu erhalten. Das wirkt sich nicht nur auf die einzelnen Arbeitnehmer aus, sondern auch positiv auf die gesamte Wirtschaft.

Ebenfalls Kritik kommt von Anita Palkovich, Verhandlerin der GPA: „Während Gewinne und Boni Jahr für Jahr steigen, soll den Kolleginnen und Kollegen nicht einmal die Inflation abgegolten werden. Das ist keine Wertschätzung gegenüber jenen, die diesen Erfolg überhaupt erst möglich machen“, sagt sie. Bonuszahlungen im Finanzsektor sind in den letzten Jahren stark gestiegen, doch von den Gehältern profitieren die Mitarbeiter bisher kaum.

Die Gewerkschaft will jetzt weitere Schritte unternehmen: „Wir werden vorsorglich Betriebsversammlungen einberufen, sollte es auch in der nächsten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung kommen“, erklärt Palkovich. Bei diesen Versammlungen werden die Beschäftigten vor Ort über den Stand der Verhandlungen informiert und es werden mögliche weitere Aktionen besprochen. Die GPA zeigt sich also entschlossen, für ihre Forderungen einzutreten und die Situation für die Beschäftigten zu verbessern.

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