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Junge Wirtschaft: „EU Inc.“ soll Startups in Europa halten und Potenzial freisetzen

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Die Junge Wirtschaft (JW) freut sich über den neuen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Einführung eines „28. Regimes“ in Form einer einheitlichen europäischen Gesellschaft, auch „EU Inc.“ genannt. Diese Idee soll den Wirtschaftsstandort Europa stärken und Europa für Gründer:innen und Investor:innen attraktiver machen. Besonders gut ist, dass der Vorschlag als Verordnung und nicht als Richtlinie geplant ist. Das bedeutet, dass die Regeln in allen EU-Ländern gleich gelten und keine Unterschiede oder zusätzliche Probleme entstehen.

Die „EU Inc.“ ist ein wichtiges Zeichen für ein modernes und wettbewerbsfähiges Europa als Unternehmensplatz. Bisher ist der EU-Binnenmarkt immer noch in viele unterschiedliche Teile zerlegt, obwohl man das schon lange ändern will. Für Startups ist das schwierig, weil sie oft schnell wachsen und international arbeiten wollen, aber in jedem EU-Land andere Gesetze und Regeln befolgen müssen. Gleichzeitig konkurrieren sie mit Firmen aus China und den USA, wo es große und einheitliche Märkte gibt.

Die „EU Inc.“ will genau hier helfen: Unternehmen sollen in Zukunft innerhalb von 48 Stunden vollständig online gegründet werden können – und das ohne, dass sie ein Mindestkapital brauchen. Auch während sie arbeiten, sollen Unternehmen von mehr Digitalisierung profitieren und es soll bessere Möglichkeiten geben, Mitarbeiter:innen europaweit am Unternehmen zu beteiligen. Wie JW-Bundesvorsitzende Verena Eugster sagt: „Digitale Gründungsprozesse, flexible Governance-Tools und attraktivere Beteiligungsprogramme sind wichtige Schritte, um die Rahmenbedingungen für europäische Gründer:innen und Jungunternehmen nachhaltig zu verbessern.“

Trotzdem sieht die Junge Wirtschaft noch weitere Herausforderungen: Etwa 25 % der weltweiten „Unicorns“ – also Startups mit besonders hohem Wert – stammen von europäischen Gründer:innen. Aber rund die Hälfte dieser Startups wird in den USA gegründet oder verlagert dorthin. Diese Firmen haben oft eine viel höhere Bewertung als alle europäischen Startups zusammen. Eugster erklärt: „Gerade in Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten muss Europa seine größte Stärke nutzen und den Binnenmarkt konsequent vertiefen. Die „EU Inc.“ eröffnet Startups und Scaleups von Beginn an eine europäische Perspektive. Um unsere innovativen Jungunternehmen auch langfristig in Europa zu halten, braucht es weitere Schritte – vor allem im Bereich des Kapitalmarkts. Der Zugang zu Risikokapital bleibt der entscheidende Engpass für europäische Startups und Scaleups.“

Es gelingt zwar immer besser, junge europäische Unternehmen in frühen Wachstumsphasen zu unterstützen, doch in der späteren Skalierung bekommen US-Startups ungefähr sechsmal so viel Risikokapital wie europäische. Wie JW-Bundesgeschäftsführer Lukas Sprenger ergänzt: „Die EU Inc. kann ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn sich auch die Finanzierungsbedingungen in Europa deutlich verbessern. Es braucht stärkere Kapitalmärkte, damit europäische Startups ausreichend Risikokapital für ihre Skalierung und Expansion erhalten.“

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