Im Haus des Meeres in Wien ist einem Forscherteam ein bemerkenswerter Erfolg gelungen: Zum ersten Mal wurde der zentralafrikanische Haarfrosch (Trichobatrachus robustus) in Gefangenschaft erfolgreich nachgezüchtet. Dieses außergewöhnliche Amphibium besticht durch seine charakteristischen Hautfortsätze und ausfahrbaren Krallen, die ihm seinen Spitznamen behaarter Frosch einbringen.
Die erfolgreiche Nachzucht von Trichobatrachus robustus ist ein wichtiger Meilenstein für Artenschutzprogramme und gibt Aufschluss über die komplexen Fortpflanzungsmechanismen dieser seltenen Spezies. Besonders bemerkenswert ist die Anpassung der ausfahrbaren Krallen, die zur Verteidigung und zur Nahrungssuche genutzt werden.
Der Haarfrosch stammt ursprünglich aus den Feuchtgebieten Zentralafrikas und ist dort aufgrund von Habitatverlust und Umweltveränderungen zunehmend bedroht. Die erfolgreiche Nachzucht in menschlicher Obhut bietet nun neue Möglichkeiten für zukünftige Wiederansiedlungsprojekte und die Erforschung der amphibischen Biodiversität.
Das Haus des Meeres setzt mit dieser Zuchtinitiative einen wichtigen Impuls für die Erhaltung gefährdeter Amphibienarten und unterstreicht die Bedeutung von Zoos und Aquarien als Plattformen für wissenschaftliche Forschung und Umweltbildung.
Weiterführende Links
- https://www.haus-des-meeres.at/
- https://www.iucnredlist.org/species/12316/3882128
- https://www.nationalgeographic.de/tiere/2026/03/der-haarfrosch-und-seine-klauen