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Mythen ums Ei: VGT klärt auf

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In Österreich werden zu Ostern etwa 60 Millionen Eier verkauft – das macht diese Zeit zu einer der wichtigsten für die Eierindustrie. Während bunte Ostereier in vielen Supermärkten zu sehen sind, wird das Leid der Legehennen oft versteckt. Die meisten Menschen wissen nicht, unter welchen Bedingungen die Hennen leben. Deshalb zeigt der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN aktuelle Fotos aus einer Legebatterie in Niederösterreich und lädt zu einer besonderen Protestaktion am 18. März am Wiener Stephansplatz ein, um auf die Probleme in der Eierproduktion aufmerksam zu machen.

Wie Legehennen wirklich leben

Die neuen Bilder aus Februar und März 2026 zeigen typische Probleme der industriellen Eierproduktion. Tausende Hennen werden in großen Ställen zusammengehalten. Es ist eng, laut und oft sehr stressig für die Tiere. In den Ställen stehen die Hühner auf Gittern, nur der Boden der Halle ist etwas mit Einstreu bedeckt. Viele tote oder verweste Hühner liegen herum. Eine Henne zeigt eine ungewöhnliche Haltung und kahlen Stellen am Körper – Anzeichen für Krankheiten, die bei Legehennen häufig vorkommen. Für Menschen, die sich für Tierschutz interessieren, sind diese Zustände schockierend – doch sind sie leider oft legal.

Mythos: „Bodenhaltung ist tiergerecht“

Bodenhaltung ist besser als die früher verwendeten Käfige, aber sie ist trotzdem nicht artgerecht. Etwa 56 % der Hennen in Österreich leben so. Auf einem Quadratmeter leben 7 bis 9 Hennen zusammen – das ist sehr wenig Platz. Viele haben keinen Zugang zu einer Wiese und bekommen kaum Tageslicht zu sehen. Manche Betriebe bieten einen sogenannten „Außenscharrraum“ an, das heißt einen kleinen Bereich, wo die Hühner nach draußen scharren können, aber eine richtige Freilandhaltung ist das nicht. Studien zeigen, dass 2 bis 12 % der Hennen im Betrieb sterben – das bedeutet, viel Leid und Tod in der Produktion.

Mythos: „Für Eier werden keine Tiere getötet“

Legehennen stammen aus Zuchtlinien, die besonders viele Eier legen können. Aber nach etwa eineinhalb Jahren legen sie nicht mehr so viele Eier und werden deshalb geschlachtet. Neue Jungtieren ersetzen sie. Auch männliche Küken der Legehennenrassen sind für die Industrie nutzlos und werden meist direkt nach der Geburt getötet – in Österreich sind das etwa 10 Millionen Hahnenküken pro Jahr, die oft mit CO2 erstickt werden.

Mythos: „Hühner legen sowieso Eier – ob man sie isst oder nicht, macht keinen Unterschied“

Ursprünglich legen Hühner weniger Eier, nur um ihre Nachkommen großzuziehen. Sie legen einige Eier, brüten diese aus und kümmern sich um die Küken. Moderne Legehennen wurden gezielt so gezüchtet, dass sie viel mehr Eier legen – oft über 300 Eier pro Jahr. Sie bekommen keine natürliche Pause, weil die Eier ständig weggenommen werden. Das macht sie krank und anfällig für Verletzungen. Viele Legehennen bekommen zum Beispiel schmerzhafte Brüche am Brustbein im Laufe ihres Lebens. Auch Erkrankungen der Legeorgane sind sehr häufig.

Mythos: „Nach dem Käfigverbot brach die Eierproduktion in Österreich ein“

Die Industrie behauptet oft, dass nach dem Verbot von Käfigen die Eierproduktion stark zurückgegangen sei. Das stimmt nicht. Seit dem Verbot ist die Eigenproduktion von Eiern in Österreich sogar gestiegen und erreichte 2022 mit 94 % einen Rekordwert. Außerdem nimmt die Freilandhaltung zu, während die Bodenhaltung langsam abnimmt. Das österreichische Käfigverbot gilt als gutes Beispiel dafür, wie Tierschutzgesetze erfolgreich umgesetzt werden können.

Die VGT-Campaignerin Denise Kubala, MSc, erklärt: „Das sind nur einige der Eier-Mythen, die sich in der Gesellschaft leider hartnäckig halten. Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie unnatürlich die industrielle Eierproduktion heute abläuft und man möchte das auch gar nicht sehen. Legehennen werden von Maschinen ausgebrütet, um dann zu Tausenden in Industriehallen gehalten zu werden und leben kaum länger als eineinhalb Jahre. Alleine in Österreich werden jedes Jahr mehrere Millionen Tiere im Zuge der Massenproduktion von Eiern getötet.“

Einladung zur VGT Aktion „Sei zu Hühnern lieb. Sei kein Eierdieb“

Wann: Mittwoch, 18.03.2026, 10:30 bis 12:00 Uhr
Was: Ein großes aufblasbares Huhn wird seine Eier im Nest schützen. Gleichzeitig verteilen Aktivist:innen vegane Schokoladeneier und informieren die Besucher:innen über die Probleme der Eierindustrie.
Wo: Wien, Stephansplatz, über der Virgilkapelle

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Pressefotos Legehennen (Copyright: VGT.at)
Pressefotos von der Aktion am 18.3. (ab mittags verfügbar)

Videomaterial gibt es auf Anfrage.

Quellen

Sei zu Hühnern lieb. Sei kein Eierdieb!

Bei unserer Aktion verteidigt ein riesiges aufblasbares Huhn seine Eier im Nest. Währenddessen verteilen Aktivist:innen vegane Schokoladeneier und informieren über die vielen Probleme in der Eierindustrie.

Datum: 18.03.2026, 10:30 – 12:00 Uhr

Ort: Stephansplatz, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen

VGT
Denise Kubala, MSc.
Telefon: 01 929 14 98
E-Mail: medien@vgt.at
Website: https://vgt.at

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