FPÖ Haider: EU benachteiligt heimische Solarthermieproduzenten
„Es ist für mich völlig unverständlich, dass die Solarthermie aus dem Industrial Accelerator Act ausgeschlossen ist. Damit werden heimische Unternehmer in diesem zukunftsträchtigen Sektor benachteiligt“, erklärt der freiheitliche Europaparlamentarier Mag. Roman Haider.
Der Industrial Accelerator Act (IAA) soll dafür sorgen, dass „Made in Europe“ bei öffentlichen Aufträgen bevorzugt wird. Außerdem will er verhindern, dass nicht-europäische Investoren zu viel Einfluss auf wichtige Industrien bekommen. Doch kurzfristig hat die Europäische Kommission beschlossen, die Solarthermie aus wichtigen Teilen des Gesetzes zu streichen. Solarthermie nutzt die Sonnenenergie, um Wärme zu erzeugen, und ist eine wichtige Technologie für die Energiewende und den Klimaschutz.
„Offensichtlich soll die Liste schlank gehalten werden, um den Widerstand gering zu halten. Da es sich dabei aber um eine wichtige Zukunftstechnologie handelt, ist das genau der falsche Weg“, so Haider.
Haider erklärt außerdem: „Bereits jetzt stehen die heimischen Solarthermieproduzenten unter starkem Druck durch unlauteren Wettbewerb durch massive Importe von gedumpten PV-Modulen zu sehr niedrigen Preisen, die in direkter Konkurrenz zu Solarthermiekollektoren stehen.“ Photovoltaik-Module (PV-Module) werden oft zu sehr günstigen Preisen aus dem Ausland importiert, was den europäischen Herstellern das Leben schwer macht.
Gerade die aktuelle Situation zeigt deutlich, dass Europa alles tun muss, um bei der Energieerzeugung unabhängiger von ausländischen Importen zu werden. „Leider handelt die Kommission wieder einmal nicht technologieoffen“, kritisiert Haider. Das bedeutet, dass nicht alle Technologien gleich behandelt werden – obwohl alle wichtig für eine nachhaltige Energiezukunft sind.
Während Windkraft, Kernenergie und Photovoltaik im IAA als besonders wichtig gelten, bleibt die Solarthermie außen vor. Das führt zu seltsamen Prioritäten: Atomenergie wird mehr gefördert als Solarthermie oder Biomasse. Zum Beispiel werden Wärmepumpen zu 80 Prozent in Europa zusammengebaut, doch viele wichtige Teile wie Kompressoren kommen zu 90 Prozent aus China, und die Außengeräte zu 50 Prozent. „Man fördert also aus rein ideologischen Gründen eine Branche, die am asiatischen Tropf hängt, während heimische Wirtschaftszweige nicht berücksichtigt werden“, kritisiert Haider.
Außerdem fehlt bei den wichtigen Rohstoffen wie Stahl, Zement, Aluminium und Chemie das Glas komplett. „Glas ist extrem energieintensiv in der Herstellung und für jede Energieeffizienz wie 3-Scheiben-Glas oder Solarglas unverzichtbar“, erklärt Haider. Gläser für Fenster oder Solaranlagen sind wichtig, um Energie zu sparen oder zu gewinnen.
„Insgesamt ist es wieder einmal eine sehr einseitige Vorlage der Kommission, die Ideologie vor Vernunft stellt und von zu viel falscher Rücksichtnahme auf ausländische Konkurrenten geprägt ist“, fasst Haider zusammen.
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