Abschiebungen gehen weiter
Österreich hat bei der Kontrolle von Migration große Fortschritte gemacht: In diesem Jahr sind bisher mehr Menschen aus Österreich ausgewandert, als neu ins Land gekommen sind. Allein im Jahr 2025 mussten über 14.000 Personen das Land verlassen. Das bedeutet durchschnittlich etwa 40 Menschen, die täglich illegal in Österreich aufhielten, wurden abgeschoben – darunter täglich zehn Straftäter. Das ist die höchste Zahl, die es bisher gab. Innenminister Gerhard Karner sagt dazu: „Jetzt gilt es, den Europäischen Asylpakt konsequent umzusetzen, um auch europaweit die Migrationswende zu schaffen. Asylgesetze verschärfen, Schlepperbanden zerschlagen und Straftäter abschieben. Mit diesen Maßnahmen werden wir die illegale Migration gegen Null drängen. Das ist Auftrag und Ziel.“
Familiennachzug gestoppt und neue Sachleistungskarten eingeführt
Ein strengeres Asylgesetz hilft dabei, sogenannte „Pull-Faktoren“ zu reduzieren – also Gründe, die Menschen nach Österreich locken. Zum Beispiel wurde der Familiennachzug gestoppt, damit Verwandte von Asylbewerbern nicht mehr einfach nachkommen können. Außerdem wurde die Sachleistungskarte eingeführt, mit der Sozialleistungen besser kontrolliert und Missbrauch verhindert werden. Dieses System wird bereits von mehreren Bundesländern genutzt. Zusätzlich spielt der Schutz der Grenzen eine wichtige Rolle. Österreich hat beispielsweise ein neues Grenzschutzkonzept entwickelt, das stärker als früher von einfachen Grenzkontrollen zu umfassenden Grenzraumkontrollen übergeht. So kann effektiver gegen unerlaubte Einreisen vorgegangen werden.
Schlepperbanden meiden Österreich inzwischen
Die organisierte internationale Schleppermafia umgeht Österreich mittlerweile bewusst. Das liegt auch an polizeilichen Erfolgen, wie der „Operation Ancora“ am 10. März 2026, bei der 130 Personen festgenommen wurden. Das war ein beispielloser Schlag gegen die Schlepperkriminalität. Nur zwei Tage später, am 12. März 2026, wurden erneut zwei Schleuser festgenommen, die Migranten über die Balkan-Küstenroute nach Westeuropa brachten und Österreich bewusst ausließen. Auf dem Rückweg kamen sie jedoch über Österreich und wurden dort festgenommen. Das Innenministerium bleibt bei dieser konsequenten Strafverfolgung und Abschiebung weiterhin konsequent und entschlossen.
Mehrere Abschiebungen im März 2026
Anfang März 2026 organisierte Österreich eine Abschiebung nach Bulgarien nach dem Dublin-Verfahren. Dabei wurden über den Landweg drei Männer aus Syrien und Tunesien sowie eine Frau aus Sierra Leone abgeschoben. Einer der Männer war in Österreich wegen Betrug und Sachbeschädigung rechtskräftig verurteilt worden.
Am 9. März 2026 folgte die Abschiebung eines 31-jährigen Intensivstraftäters aus Russland. Er wurde in Österreich neunmal verurteilt und erhielt insgesamt über sieben Jahre Haft. Die Straftaten umfassten Einbruchsdiebstahl, Drogenvergehen, Körperverletzungen, Sachbeschädigung, Nötigung, falsche Zeugenaussagen und Verleumdung. Außerdem gab es zwölf Einträge in seinem Polizeiregister. Vor der Abschiebung war er sogar wegen Verdachts auf terroristische Vereinigung in Untersuchungshaft.
Parallel dazu fand am 10. März 2026 eine gemeinsame Charter-Abschiebung von Deutschland, Österreich, Spanien und Belgien statt. Dabei wurden 65 illegal aufhältige Personen, viele davon verurteilte Straftäter, nach Nigeria und Ghana zurückgeführt. Aus Österreich wurden dabei vier Nigerianer*innen abgeschoben, darunter drei Männer, die mehrmals wegen Drogenvergehen, schwerer Körperverletzung, Raub, schwerer Sachbeschädigung und Widerstand gegen Polizisten verurteilt wurden.
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