Die Ig-Nobelpreise, eine satirisch-wissenschaftliche Auszeichnung, werden künftig nicht mehr in den USA verliehen, sondern ziehen aus Sicherheitsgründen in die Schweiz um. Marc Abrahams, Initiator und Zeremonienmeister der Veranstaltung, erklärte, dass er Preisträgern und Journalistinnen sowie Journalisten die lange Anreise und potenzielle Risiken einer Reise in die Vereinigten Staaten nicht mehr zumuten möchte.
Seit 1991 zeichnen die Ig-Nobelpreise ungewöhnliche und humorvolle Forschungsarbeiten aus, die zunächst zum Lachen bringen, aber dann zum Nachdenken anregen. Sie gelten als eine Art Gegenstück zu den renommierten Nobelpreisen und erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit.
Die Umsiedlung reflektiert aktuelle politische und sicherheitsrelevante Entwicklungen, die internationale Reisen erschweren können. Die Schweiz als neutraler Staat bietet eine sichere, zugängliche und politisch stabile Umgebung, die ideal für Veranstaltungen dieser Art ist. Außerdem ist die Schweiz bekannt für ihre vielfältigen wissenschaftlichen Institutionen und ihre lange Tradition in der Forschungskommunikation und Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Marc Abrahams betonte, dass die Qualität der Preisverleihung und der humorvoll-wissenschaftliche Geist der Ig-Nobelpreise unverändert bleiben sollen. Die IG-Nobelpreise sind eine wichtige kulturelle Veranstaltung, um Forschungsprojekte auf ungewöhnliche Weise zu würdigen und das Interesse an Wissenschaft in der breiten Öffentlichkeit zu stärken.
Durch den Standortwechsel erhofft sich die Organisation außerdem eine leichtere Zugänglichkeit für ein internationales Publikum. Die Migration des Events unterstreicht die Bedeutung von Sicherheit und Inklusion bei wissenschaftlichen Veranstaltungen im globalen Kontext.
Weiterführende Links
- https://www.improbable.com/ig-about/
- https://www.nzz.ch/feuilleton/ig-nobelpreise-verlegen-sich-in-die-schweiz-ld.1723459
- https://www.srf.ch/news/schweiz/ig-nobelpreis-marc-abrahams-zu-sicherheitsbedenken-laerm-und-politik