Steuerwahn in Österreich stoppen
Beim SPÖ-Parteitag wurde wieder über die Einführung einer Erbschaftssteuer gesprochen. Die Industriellenvereinigung (IV) hat mit einer Aktion vor Ort aktiv an der Diskussion teilgenommen. Viele sehen die Erbschaftssteuer als eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. In Wirklichkeit würde diese Steuer vor allem Familienunternehmen, Eigentum und die nächste Generation betreffen.
IV-Generalsekretär Christoph Neumayer sagt dazu: „Was als Reichensteuer verkauft wird, ist in Wahrheit eine Todessteuer auf Lebenswerke.“ Damit meint er, dass die Steuer das Eigentum trifft, das Familien über viele Jahre aufgebaut haben.
Die Steuer würde genau dann fällig, wenn Familien gerade eine schwierige Zeit durchmachen und die Verantwortung für ein Unternehmen oder ein Haus an die nächste Generation übergeben. Auch wenn das Erbe schon oft besteuert wurde, müsste nun der Staat erneut Steuern verlangen. Neumayer erklärt: „Vermögen entsteht in Österreich nicht aus dem Nichts. Es ist das Ergebnis von jahrzehntelanger Arbeit, Risiko und unternehmerischer Verantwortung.“
Oft wird angenommen, dass eine Erbschaftssteuer nur sehr reiche Menschen oder große Vermögen betrifft. In Wirklichkeit besteht Vermögen in Österreich meistens aus gebundenem Eigentum, wie Eigenheimen, Familienfirmen oder landwirtschaftlichen Flächen. Diese Werte sind nicht schnell verkäuflich, sondern wurden über lange Zeit aufgebaut. Sie helfen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft stabil zu halten.
Besonders für Familienbetriebe kann die Steuer große Probleme verursachen. Das Vermögen dieser Betriebe steckt oft in Gebäuden, Maschinen oder Technologien – und nicht als Geld auf dem Konto. Neumayer warnt: „Wenn im Übergabemoment plötzlich hohe Steuern fällig werden, entsteht Liquiditätsdruck. Das kann Investitionen gefährden oder Betriebe zu Verkäufen zwingen.“
Österreich gehört bereits zu den Ländern mit besonders hohen Steuern und Abgaben. 51 Prozent der Wirtschaftsleistung gehen an den Staat. Neumayer sagt: „Österreich hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Statt immer neuer Steuern braucht es strukturelle Reformen und Entlastung für Leistung und Eigentum.“
Für die Industriellenvereinigung steht fest: Eine Erbschaftssteuer belastet vor allem Lebenswerke und führt gerade beim Übergang zur nächsten Generation zu großer Unsicherheit. Deshalb wäre eine solche Steuer ein schlechtes Zeichen für Familien, Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Österreich.
Fotos und Materialien zur sogenannten Todessteuer finden Sie HIER.
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