Neue Gesundheitsstrategie für Niederösterreich präsentiert
Am Montag gab es im Industrieviertelsaal des Landhauses St. Pölten eine wichtige Vorstellung zur neuen „NÖ Gesundheitsförderungs- & Präventionsstrategie“. Dabei sprachen Landesrat Martin Antauer, Landesrat Anton Kasser, Florian Hengl, der Vorsitzende des NÖ-Landesstellenausschusses der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), und Volker Knestel, Geschäftsführer von NÖGUS.
Landesrat Martin Antauer erklärte: „Unser System wird nicht an einzelnen Notfällen scheitern. Es gerät aber unter Druck, wenn chronische Erkrankungen weiter zunehmen oder immer mehr Menschen in den Kliniken intensive Betreuung brauchen.“ In Österreich leben Männer durchschnittlich 79 Jahre, Frauen sogar 84 Jahre. Antauer betonte: „Die entscheidende Frage ist daher nicht: Wie alt werden wir? Sondern: Wie gesund werden wir alt?“ Das Bundesland Niederösterreich will deshalb mit dem „Gesundheitsplan 2040+“ mehr auf Gesundheitsförderung und Vorbeugung setzen, damit Menschen länger gesund bleiben.
Viele Menschen verbringen, besonders im Alter, viel Zeit mit chronischen Krankheiten, Bewegungseinschränkungen oder Pflegebedarf. Antauer warnte vor negativen Entwicklungen: Bewegungsmangel betrifft alle Altersgruppen, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der häufigsten Todesursachen. Er erklärte weiter: „Diese Erkrankungen entstehen nicht über Nacht. Sie entwickeln sich schleichend über Jahre und Jahrzehnte. Wenn wir erst reagieren, wenn Symptome auftreten, behandeln wir nur die Folgen.“ Deshalb ist eine frühe Gesundheitsvorsorge für ihn sehr wichtig. „Prävention ist kein Zusatzprogramm, sondern eine strategische Notwendigkeit in unserem wunderschönen Bundesland Niederösterreich.“ So will man erreichen, dass Menschen mehr gesunde Jahre leben und im Alter selbstständiger bleiben.
Auch Landesrat Anton Kasser wies darauf hin, dass Vorsorge und Prävention in dem Gesundheitsplan 2040+ eine große Rolle spielen. „Im internationalen Vergleich gibt es im Bereich Prävention noch viel Entwicklungsbedarf. Langfristig wollen wir Krankheiten vorbeugen, Risiken reduzieren und die Gesundheitskompetenz der Menschen stärken.“ Dafür brauche man klare Strategien, gute Koordination und regelmäßige Kontrolle der Maßnahmen.
Bestehende Programme werden dabei nicht abgeschafft, sondern ausgebaut, stellte Kasser klar. Seit vielen Jahren gibt es mit der Initiative „Tut gut!“ einen starken Partner für Gesundheitsvorsorge in Niederösterreich. Die Experten kennen den Alltag der Menschen und wissen, wo man ansetzen muss. Beispiele für wichtige Partner vor Ort sind die 460 Gesunden Gemeinden, 230 Vitalküchen, 166 Gesunden Schulen, 361 Wasserschulen und 350 Bewegte Klassen. Diese Gruppen fördern gesunde Lebensweisen in der Bevölkerung.
Florian Hengl von der ÖGK sagte, es sei eine „ganz besondere Ehre“, dieses Thema vorzustellen. Für die Sozialversicherung ist Prävention keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft. Er nannte es einen gesundheitspolitischen Meilenstein, dass man jetzt langfristig planen und Programme gemeinsam entwickeln, prüfen und umsetzen kann. Das Ziel ist, den Menschen in Niederösterreich nicht nur eine gute medizinische Versorgung zu bieten, sondern ihnen auch möglichst viele gesunde Jahre zu ermöglichen.
NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel erklärte, dass die Empfehlungen des Gesundheitsplans 2040+ nicht nur die Richtung zeigen, sondern auch eine klare Aufgabe für die nächsten Jahre sind. Alle Maßnahmen sollen darauf abzielen, die Gesundheit zu erhalten. Dafür werden bestehende Initiativen genau überprüft und in ein gemeinsames großes Konzept eingebunden. „Das Bestreben der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher nach möglichst hoher Gesundheit und Lebensqualität wollen wir bestmöglich unterstützen.“ Im nächsten Schritt sollen konkrete Pläne entwickelt werden, um diese Ziele umzusetzen.
Für mehr Informationen können Sie sich an die Büros der Landesräte wenden:
Martin Antauer, Pressesprecher Robert Lugar, Telefon 0676/3517734, E-Mail robert.lugar@noel.gv.at
Anton Kasser, Pressesprecher Jan Teubl, MSc (WU), Telefon 0676/812 12345, E-Mail jan.teubl@noel.gv.at
Rückfragen
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Philipp Hebenstreit
Telefon: 02742/9005-13632
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