Neue Ausbildungsstufe für Sanitäter:innen gefordert
Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) plant, einige Leistungen zu kürzen. Besonders sollen künftig weniger Krankentransporte bezahlt werden. Das ist aber nur eine schnelle Lösung, die die Symptome bekämpft und nicht die eigentlichen Probleme.
In Österreich werden tatsächlich zu viele Krankentransporte gemacht. Das Problem lässt sich aber nicht lösen, indem man Transporte einfach einschränkt. Viel wichtiger wäre es, von Anfang an zu verhindern, dass Patient:innen unnötigerweise in die Notaufnahme gebracht werden.
Das große Problem sind nämlich nicht die Menschen, die nach einer Behandlung abgeholt werden müssen, sondern jene, die eigentlich gar nicht in eine Notaufnahme gehören. Dort liegt ein großes Sparpotenzial von über 800 Millionen Euro jährlich.
Untersuchungen aus anderen Ländern und erfolgreiche Pilotprojekte zeigen, dass Sanitäter:innen die Patient:innen gezielt zu der passenden medizinischen Versorgung bringen können – und nicht automatisch immer in die oft überfüllten Notaufnahmen. Dafür braucht es aber eine neue, dreijährige Ausbildung für etwa zehn Prozent der Sanitäter:innen in Österreich. Diese spezielle Ausbildung würde ihnen medizinisches Wissen und wichtige Fähigkeiten im Umgang mit Patient:innen vermitteln. So könnten sie besser entscheiden, welche Hilfe im jeweiligen Fall wirklich nötig ist.
Der freiwillige Einsatz und der Zivildienst bleiben davon unberührt. Auch der Notarztdienst wird weiterhin gebraucht, kann sich aber mehr auf echte Notfälle konzentrieren, wenn Sanitäter:innen besser ausgebildet sind.
Die „Initiative Zukunft Rettungsdienst“ hat sich lange für diese Idee eingesetzt. Trotzdem hört ihr Vorschlag bisher kaum jemand an. Dabei gibt es diese Ausbildungsstufe in vielen anderen entwickelten Ländern schon lange. In Österreich wäre sie seit 20 Jahren überfällig.
Der Bundesverband Rettungsdienst (BVRD.at) fordert daher ein Umdenken: Wer das Gesundheitssystem wirklich entlasten will, darf nicht einfach Leistungen kürzen. Stattdessen sollte man in die Kompetenzen der Sanitäter:innen investieren, denn hier werden wichtige Entscheidungen getroffen. Österreich braucht zukunftsfähige Konzepte – und eines liegt schon seit Jahren bereit. Es ist jetzt höchste Zeit, dieses umzusetzen.
—
Weitere Informationen:
Sanitäter:innen; Neue Schlüsselfunktion im Gesundheitswesen: https://www.bvrd.at/sanitaeterinnen-neue-schluesselfunktion-im-gesundheitswesen/
Rückfragen
Bundesverband Rettungsdienst BVRD.at
T: +43 732 205 286 | M: +43 676 912 2819
E-Mail: office@bvrd.at
Website: https://www.bvrd.at
KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Bundesverband Rettungsdienst