Psychologin warnt: Dauer-Alarmzustand im Gehirn durch Nachrichtenflut und Social Media Stress | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Psychologin warnt: Dauer-Alarmzustand im Gehirn durch Nachrichtenflut und Social Media Stress

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Die moderne Informationsgesellschaft konfrontiert insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit einer nie dagewesenen Flut an Nachrichten und Informationen. Psychologin Kerstin Schuller beschreibt, wie unser Gehirn durch die permanente Reizüberflutung schnell in einen Dauer-Alarm-Zustand gerät. Dieser psychische Stress kann langfristig zu Erschöpfung, Angstzuständen und Konzentrationsproblemen führen.

Der Begriff Dauer-Alarm-Zustand bezieht sich auf eine kontinuierliche Aktivierung des sogenannten sympathischen Nervensystems, das für die Stressreaktion verantwortlich ist. Normalerweise hilft diese Reaktion dem Körper in kritischen Situationen, jedoch führt ihre chronische Aktivierung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Besonders besorgniserregend ist die Rolle von sozialen Medien: Die ständige Vergleichbarkeit mit idealisierten Darstellungen anderer Menschen verstärkt den psychischen Druck bei jungen Nutzerinnen und Nutzern. Dieser Vergleichsdruck verstärkt Gefühle von Unzulänglichkeit und kann depressive Symptome fördern.

Kerstin Schuller empfiehlt als Gegenmaßnahmen bewusste Medienpausen, das Entwickeln von Resilienzstrategien und einen achtsamen Umgang mit der eigenen Aufmerksamkeit. Studien zeigen, dass regelmässige Offline-Zeiten sowie unterstützende soziale Kontakte den negativen Auswirkungen der Informationsüberflutung entgegenwirken können.

Außerdem betont die Psychologin die Wichtigkeit, kritisch mit den eigenen Mediengewohnheiten umzugehen und sich nicht von der Nachrichtenflut überwältigen zu lassen. Auch die Förderung von emotionaler Selbstregulation, also die Fähigkeit, eigene Gefühle angemessen zu steuern, spielt eine zentrale Rolle für die psychische Gesundheit junger Menschen.

Die Erkenntnisse zu den psychischen Belastungen durch digitale Technologien und Medien sind mittlerweile Gegenstand intensiver Forschung in der Psychologie und Neurowissenschaften. Für Maturanten ist es daher unbedingt ratsam, frühzeitig Strategien zu erlernen, wie sie mit Stress und Reizüberflutung umgehen können, um langfristig ihre mentale Gesundheit zu sichern.

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