Frauen und Blindheit: Gleichberechtigung in der Augenheilkunde | brandaktuell

Frauen und Blindheit: Gleichberechtigung in der Augenheilkunde

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„Weltweit haben mehr Frauen als Männer Augenprobleme. Das hat keine genetischen Gründe: Mädchen und Frauen sind strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt, sodass sie seltener augenmedizinische Behandlungen erhalten. Als Licht für die Welt wollen wir das ändern“, erklärt Alex Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich, zum Internationalen Frauentag am 8. März. Insgesamt verlieren mehr Frauen als Männer ihr Sehvermögen. Von den weltweit 1,1 Milliarden Menschen mit Sehverlust sind 55 Prozent Frauen und Mädchen.

Besonders Frauen mit Sehbehinderung, die im Globalen Süden leben, erleben oft mehrere Arten von Diskriminierung. Sie bekommen weniger Informationen über Augenkrankheiten und weniger medizinische Hilfe. Ein aktueller Bericht der WHO zeigt, dass Männer besser Zugang zu Augenoperationen haben: 3,5 Prozent mehr Männer als Frauen erhalten Katarakt-Operationen und 10,4 Prozent mehr Männer als Frauen bekommen Hilfe bei Fehlsichtigkeiten.

Maßnahmen für gleiche Behandlung

Die Organisation Licht für die Welt arbeitet daran, dass Frauen und Männer gleichermaßen gut augenärztlich versorgt werden. Dafür gibt es zum Beispiel diese Aktionen:

  • Gleichberechtigung als wichtiges Thema sichtbar machen,
  • Männer überzeugen, die oft entscheiden, dass ihre Frauen augenärztliche Hilfe bekommen,
  • Augenärztliche Fachkräfte geschlechtergerecht schulen und informieren,
  • Mobile Augenkliniken einsetzen, damit auch Frauen, die oft Familienaufgaben haben, leichter zur Behandlung kommen.

Unterstützung für Menschen mit Behinderungen

Augenlicht kann nicht immer gerettet werden. Deshalb hilft Licht für die Welt auch blinden Menschen und setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Besonders wichtig ist ihnen, dass Frauen mit Behinderungen, die oft doppelt benachteiligt sind, besser unterstützt werden.

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