Bewusst gesund: Gendergap in der medizinischen Behandlung
Dr. Christine Reiler stellt am Samstag, den 7. März 2026, um 17:30 Uhr im ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst gesund“ auf ORF 2 und ORF ON diese Themen vor:
Koch dich klug – Wie Ernährung unser Gehirn beeinflusst
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist nicht nur wichtig für unseren Körper, sondern auch für unser Gehirn. Was wir essen, hat großen Einfluss auf unsere Denkfähigkeit und unser seelisches Wohlbefinden. Die Neurowissenschaftlerin Manuela Macedonia erforscht seit vielen Jahren die Verbindung zwischen Darm und Gehirn, die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Sie sagt: „Man kann sich im wahrsten Sinne des Wortes klug kochen.“ Das bedeutet, dass bestimmte Lebensmittel helfen können, das Gehirn besser funktionieren zu lassen. (Gestaltung: Veronika Brix)
Zusätzlich zeigen Studien, dass Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und ballaststoffreiche Nahrung das Gedächtnis verbessern und Stimmungsschwankungen reduzieren können.
Darmspiegelung – die richtige Vorbereitung ist entscheidend
Darmkrebs ist eine sehr häufige Krebsart, die aber oft gut behandelt werden kann, wenn sie früh erkannt wird. Eine Darmspiegelung oder Koloskopie hilft dabei, den Darm genau anzuschauen und Veränderungen zu entdecken. Damit die Ärztinnen und Ärzte alles gut sehen können, muss der Darm sauber sein. Deshalb ist es wichtig, ihn mit Abführmitteln und viel Flüssigkeit gründlich zu reinigen. Wenn Speisereste im Darm bleiben, kann es schwierig sein, Krebsvorstufen zu erkennen. Die richtige Vorbereitung kann also Leben retten. In „Bewusst gesund“ wird der Fall einer Frau aus Linz gezeigt, die diese Erfahrung gemacht hat und jetzt andere unterstützen möchte. (Gestaltung: Christian Kugler)
Wichtig zu wissen: Moderne Koloskopien dauern meist nicht lange und sind wenig belastend. Vorsorgeuntersuchungen werden vom Gesundheitssystem empfohlen, um Darmkrebs zu vermeiden.
„Bewusst gesund“-Tipp zum Thema Post-Zoster-Neuralgie
Die Gürtelrose (Herpes Zoster) verursacht einen schmerzhaften Hautausschlag und kann sehr unangenehm sein. Bei manchen Menschen bleiben die Schmerzen jedoch auch lange nach Abklingen des Ausschlags bestehen. Das nennt man Post-Zoster-Neuralgie. Betroffene haben starke Nervenschmerzen, empfindliche Haut und heftigen Juckreiz. Selbst alltägliche Dinge wie sich waschen, im Bett drehen oder eine Umarmung können schmerzhaft sein. Prof. Dr. Siegfried Meryn erklärt, wie man diese Schmerzen lindern kann.
Diese Art von Nervenschmerzen kann Monate oder sogar Jahre lang anhalten, ist aber behandelbar, oft durch Schmerzmittel oder spezielle Therapien.
Studiogespräch: Gendergap bei medizinischen Behandlungen
Im Bereich Medizin werden Frauen noch immer benachteiligt – darauf macht „Bewusst gesund“ am Weltfrauentag, 8. März, aufmerksam (mehr Infos unter https://presse.ORF.at). Frauen leben zwar länger als Männer, leiden jedoch laut der MedUni Wien mehr Jahre unter gesundheitlichen Problemen. Studien zeigen, dass Frauen in Arztpraxen oft nicht ernst genug genommen werden. Ihre Schmerzen werden häufiger als psychisch bedingt angesehen, während Männer oft schneller Medikamente bekommen. Bei Krankheiten wie Diabetes warten Frauen oft lange auf eine richtige Diagnose, während Männer schneller eine klare Diagnose erhalten. Das Grundproblem ist, dass viele medizinische Standards auf Männern basieren. Wichtig: In der Forschung fehlen oft ausreichend Daten über Frauen – der sogenannte „Gender Data Gap“. Alexandra Kautzky-Willer von der MedUni Wien erklärt, warum das gefährlich sein kann.
Ein Beispiel ist, dass Herzinfarkte bei Frauen oft anders verlaufen und sich Symptome unterscheiden, was zu Fehldiagnosen führen kann.
Somatisches Yoga – durch sanfte Bewegung den Körper besser spüren
Yoga ist hierzulande vor allem bei Frauen beliebt, obwohl es ursprünglich in Indien von Männern für Männer entwickelt wurde. Deshalb fehlen oft Übungen, die speziell auf den weiblichen Körper abgestimmt sind. Das Somatische Yoga ist ein neuer Yoga-Stil, der als Antwort darauf gesehen wird. Hier geht es nicht darum, perfekte Körperhaltungen einzunehmen, sondern um die „Innenschau“ – also mehr Achtsamkeit und Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln. (Gestaltung: Stefanie Zupan)
Somatisches Yoga kann helfen, Verspannungen zu lösen und Stress abzubauen. Es eignet sich besonders gut für Menschen mit körperlichen Beschwerden oder für alle, die eine sanfte Bewegungsform suchen.
Rückfragen
KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. ORF