Schock für Frauen zum Frauentag: Grüne Wien/Pühringer planen knallharte Sozialkürzungen! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Schock für Frauen zum Frauentag: Grüne Wien/Pühringer planen knallharte Sozialkürzungen!

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Die Grünen Frauen Wien kritisieren, dass die neuen Sozialkürzungen von SPÖ und Neos in Wien besonders Frauen treffen und bestehende Ungleichheiten verschlimmern. Parteivorsitzende Judith Pühringer sagt: „Die jüngsten Sozialkürzungen von SPÖ und Neos in Wien treffen Frauen besonders hart und verschärfen bestehende Ungleichheiten weiter.“ Frauen sind öfter von Armut betroffen als Männer, arbeiten häufiger in Teilzeit, erledigen den größten Teil der unbezahlten Pflege- und Familienarbeit und sind öfter auf Sozialleistungen angewiesen. Wenn zum Beispiel bei Wohnbeihilfen, Mindestsicherung oder Betreuungsangeboten gespart wird, spüren vor allem Frauen die Folgen – besonders alleinerziehende Mütter und ältere Frauen.

Frauensprecherin Julia Malle ergänzt: „Die Stadt Wien hat durch ihre Kürzungen die massiven Einschnitte für das Leben von Frauen völlig falsch bewertet. Weniger Beratungsangebote oder Unterstützungsleistungen erhöhen die Belastung für Frauen, gefährden ihre finanzielle Unabhängigkeit und schwächen damit auch ihren Schutz vor Gewalt.“ Das bedeutet: Wenn es weniger Unterstützung gibt, können sich Frauen, die in gewalttätigen Beziehungen leben, oft nicht trennen, weil sie dadurch noch mehr finanzielle Probleme bekommen würden. Ein wichtiges Ziel muss deshalb sein, Gewalt gegen Frauen zu beenden – nicht nur am Frauentag, sondern jeden Tag.

Pühringer und Malle betonen: „Sozialpolitik ist immer auch Frauenpolitik.“ Wenn soziale Leistungen gekürzt werden, trifft das besonders diejenigen, die schon viele Nachteile haben. Durch steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten und unsichere Jobs wird die Lage noch schwieriger.

Faire Bezahlung für Frauen

Frauen verdienen in Wien im Durchschnitt 11 Prozent weniger als Männer. Das heißt, sie arbeiten etwa 40 Tage im Jahr ohne Lohn. Deshalb fordern die Grünen Frauen Wien mehr Transparenz bei Gehältern und moderne Modelle für Karenz- und Elternzeit, damit Elternzeit gerechter zwischen Frauen und Männern aufgeteilt wird. Judith Pühringer erklärt: „Frauen brauchen eine soziale Absicherung, die sie gezielt stärkt: Ausbau von Kinderbetreuung, wirksame Maßnahmen gegen Frauenarmut und eine Mindestsicherung, die vor Armut schützt, statt sie zu verwalten.“ Wien soll keine sozialen Rückschritte machen, sondern eine starke soziale Infrastruktur bieten, die Frauen hilft und schützt.

Gesundheit von Frauen besser berücksichtigen

In Medizin, Forschung und Gesundheitsversorgung werden die speziellen Bedürfnisse von Frauen noch zu wenig beachtet. Krankheiten wie Endometriose, Probleme in den Wechseljahren, psychische Belastungen oder geschlechtsspezifische Unterschiede bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen oft dazu, dass Frauen später erkannt und nicht gut informiert werden. Gleichzeitig übernehmen Frauen die meiste Pflegearbeit und arbeiten häufig unter schwierigen Bedingungen im Gesundheitsbereich. Pühringer und Malle sagen dazu: „Frauengesundheit ist kein Nischenthema, sondern immer eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.“

Sie fordern mehr Präventionsprogramme, mehr Forschung, einfacheren Zugang zu gynäkologischer und psychologischer Betreuung, kostenlose Schwangerschaftsabbrüche sowie kostenlose Verhütungs- und Menstruationsprodukte. Julia Malle erklärt: „Eine moderne Stadt wie Wien muss sicherstellen, dass Frauen in jeder Lebensphase die medizinische Versorgung erhalten, die sie brauchen.“

Die Grünen Frauen Wien werden deshalb rund um den 8. März, dem Internationalen Frauentag, gemeinsam mit vielen unterstützenden Männern auf die Straße gehen, um auf wichtige feministische Themen aufmerksam zu machen.

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