JG Wien/Malkoč enthüllt: Warum die Generationenfrage über die Zukunft unserer Demokratie entscheidet!
Unter dem Motto „Solidarisch in Wien. Vereint in Europa.“ hat die Junge Generation Wien bei ihrer Landeskonferenz Jasmina Malkoč als neue Vorsitzende gewählt. Außerdem wurde Shirin Dietl zur neuen Frauensprecherin bestimmt. Jasmina Malkoč übernimmt die Leitung von Alexander Ackerl, der rund vier Jahre lang die Organisation geführt hat, diesmal aber nicht mehr kandidierte.
Warum die junge Generation wichtig für die Demokratie ist
In ihrer Rede erklärte Malkoč, dass junge Menschen heute pessimistischer in ihre Zukunft schauen als frühere Generationen. Gründe dafür sind steigende Preise, Unsicherheit bei Jobs, internationale Konflikte und autoritäre Regierungen. Diese Probleme bedrohen den sozialen Zusammenhalt und das Vertrauen in die Demokratie.
„Das Motto meiner Kandidatur ‚Organisieren statt Resignieren’ ist nicht nur ein Slogan, sondern eine politische Entscheidung. Wenn eine Generation nicht mehr daran glaubt, dass ihr Leben besser werden kann als das ihrer Eltern, dann ist das kein individuelles Problem, sondern ein demokratisches Alarmsignal. Hoffnung fällt nicht vom Himmel. Sie entsteht auch nicht aus Sonntagsreden, sondern aus sozialer Gerechtigkeit, Teilhabe und politischer Organisation. Sie wird organisiert und genau das ist unser historischer Auftrag!“
Sie sprach auch über internationale Entwicklungen und sagte: „Nationale Abschottung ist keine Antwort auf globale Machtverschiebungen. Unsere Antwort lautet internationale Solidarität. Wien beweist, dass sozialer Fortschritt möglich ist und diesen Anspruch tragen wir in ein geeintes Europa.“
Jasmina Malkoč stammt aus einer Familie bosnischer Gastarbeiter:innen. Sie betonte: „Ich bin überzeugt, dass wir Perspektiven schaffen und Hoffnung machen können, weil ich es selbst erlebt habe. Mein Bildungs- und Lebensweg ist kein individuelles Wunder, sondern Ergebnis sozialdemokratischer Politik und politischer Entscheidungen für einen starken Sozialstaat. Diese Errungenschaft wurde hart erkämpft und muss von uns nicht nur verteidigt, sondern stetig weiterentwickelt werden.“
Feminismus ist eine wichtige Aufgabe
Mit der Wahl von Jasmina Malkoč zur Vorsitzenden und 60 Prozent Frauen im Vorstand zeigt die Junge Generation Wien, dass ihnen feministische Arbeit und Nachwuchsförderung wichtig sind. Nach zwei Jahren als Frauensprecherin übernimmt sie nun die Leitung der gesamten Organisation. Sie sagte: „Gerade in Zeiten, in denen feministische Errungenschaften weltweit wieder infrage gestellt werden, braucht es positive Beispiele. Denn Gleichstellung passiert nicht automatisch. Sie muss organisiert werden: Strukturelle Veränderung ist möglich, wenn junge Frauen Verantwortung übernehmen, sichtbar werden und gefördert werden. Genau das möchte ich mit meinem Vorstandsteam vorleben.”
Die neue Frauensprecherin Shirin Dietl betont, dass es bei diesem Neustart auch darum geht, Geschlechtergerechtigkeit stark zu vertreten: „Geschlechtergerechtigkeit ist keine Randfrage, sondern Kern moderner Klassenpolitik. Wer über Verteilungsgerechtigkeit spricht, muss auch über Geschlechtergerechtigkeit sprechen. Unser Vorstandsteam steht für genau diesen Anspruch: Politische Verantwortung und Ressourcen neu zu verteilen. Dass unsere bisherige Frauensprecherin an die Spitze gewählt wird und ein mehrheitlich weibliches Team Verantwortung übernimmt, ist ein starkes Signal – für unsere Organisation und für viele junge Frauen, die Politik gestalten wollen.“
Ein Versprechen für die Zukunft: Hoffnung gemeinsam schaffen
Zum Schluss dankte Malkoč ihrem Vorgänger: „Alexander Ackerl hat die Junge Generation durch intensive Jahre geführt, strategisch geschärft und organisatorisch professionalisiert. Für seinen Einsatz und seine politische Klarheit danke ich ihm sehr.“
Mit der Wahl am 28. Februar 2026 richtet sich die Junge Generation Wien neu aus – sowohl inhaltlich als auch personell. Ihr Ziel ist es, die Demokratie zu stärken, junge Menschen zu vernetzen und soziale sowie feministische Politik als wichtigen Teil der sozialdemokratischen Zukunftsarbeit zu etablieren.
„Die junge Generation braucht mehr als Krisenverwaltung. Sie braucht ein Zukunftsversprechen. Und dieses Versprechen lautet: Es wird gerecht, demokratisch und solidarisch – aber nur, wenn wir es organisieren.“
Fotos von der Konferenz sind hier zu sehen: https://www.flickr.com/photos/spoewien/albums/72177720332311951