Die Wiener Kaffeehauskultur gilt als ein bedeutendes kulturelles Erbe der Stadt und zieht sowohl Einheimische als auch internationale Gäste an. Im Herzen Wiens, im traditionsreichen Café Landtmann, arbeitet Martin Drobny als Oberkellner und ist sozusagen Gesicht und Stimme der Gastronomie vor Ort.
Der Beruf des Oberkellners verlangt nicht nur exzellente Servicekompetenz, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Erwartungen und Wünsche einer vielfältigen Gästeschar. Drobny bedient Stammgäste, die das klassische Wiener Kaffeehaus schätzen, ebenso wie Touristen, die oftmals ungewöhnliche Spezialitäten oder Kombinationen bestellen – etwa ein Schnitzel begleitet von heißer Schokolade, wie er jüngst erlebte.
Das traditionelle Klischee, wonach Wiener Obers grantig oder unfreundlich seien, kann Drobny nur bedingt bestätigen. Er betont, dass die Reputation des grantigen Obers historisch gewachsen ist, heute jedoch Professionalität und ein freundliches Wesen im Vordergrund stehen. Die Gastronomie in Wien verbindet Tradition mit modernem Serviceverständnis: Höflichkeit, Effizienz und der persönliche Bezug zu den Gästen sind entscheidend.
Die Kombination aus historischem Ambiente, kulinarischer Klasse und persönlichem Service macht das Wiener Kaffeehaus zu einem einzigartigen Erlebnis. Dabei ist der Oberkellner eine zentrale Figur, die durch Kompetenz und Herzblut den Charakter des Hauses prägt. Durch die Interaktion mit Gästen aller Art bleibt der Arbeitsalltag abwechslungsreich, spannend und manchmal auch humorvoll.
Martin Drobny und seine Kollegen im Café Landtmann zeigen damit eindrucksvoll, wie sich Tradition und Gastfreundschaft in der Wiener Gastronomie erfolgreich vereinen lassen.
Weiterführende Links
- https://www.wien.info/de/kultur-und-freizeit/wiener-kaffeehauskultur
- https://www.cafelandtmann.at/de/ueber-uns
- https://orf.at/stories/3231234/
- https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/leute/chronik/2105146-Der-grantige-Ober-Kellner-als-Charakterfigur.html