Psychiater Volker Busch: Warum Stress nicht immer schädlich ist – ein gesundes Verständnis entwickeln | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Psychiater Volker Busch: Warum Stress nicht immer schädlich ist – ein gesundes Verständnis entwickeln

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Stress wird häufig als gesundheitsschädlich angesehen, doch der Psychiater Volker Busch betont, dass Stress nicht automatisch krank macht. Vielmehr kann Stress in bestimmten Situationen gesundheitsfördernd sein und sogar unsere Resilienz, also die psychische Widerstandskraft, stärken.

In der Fachliteratur wird zwischen eustress und distress unterschieden: Eustress bezeichnet positiven, herausfordernden Stress, der motiviert und Leistungsfähigkeit steigert, während Distress negativen, belastenden Stress bezeichnet, der langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Volker Busch erklärt, dass viele Menschen vor allem die Angst vor Stress erleben, die oft größer und hinderlicher ist als der Stress selbst.

Biologisch betrachtet aktiviert Stress das Sympathikus-Nervensystem und setzt Hormone wie Adrenalin und Cortisol frei, die kurzfristig Leistungs- und Wachsamkeit steigern. Wichtig ist jedoch, dass dieser Zustand nicht chronisch wird, da dauerhafter Stress negative Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychische Störungen verursachen kann.

Busch rät, ein differenziertes Verständnis von Stress zu entwickeln und Strategien zur Stressbewältigung zu erlernen. Techniken wie Achtsamkeit, progressive Muskelentspannung oder kognitive Verhaltenstherapie können helfen, Stress als normalen Teil des Lebens zu akzeptieren und gesund damit umzugehen.

Für Maturanten und junge Erwachsene ist es besonders wichtig, Stress nicht als feindlichen Zustand zu sehen, sondern als Signal des Körpers, das Energie und Fokus mobilisiert. Die Angst vor Stress – auch als Stressangst bekannt – sollte ernst genommen werden, da sie zu sozialer Rückzugsverhalten oder Angststörungen führen kann.

Zusammenfassend zeigt Volker Buschs Perspektive, dass Stress ein komplexes Phänomen ist. Er kann gesund sein, wenn er angemessen erlebt wird, und wird erst durch die negative Einstellung und die Angst davor problematisch. Ein ausgewogenes, bewusstes Stressmanagement ist daher essenziell für Lebensqualität und mentale Gesundheit.

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