Totschnig zu Treibhausgas-Emissionen: Maßnahmen wirken, Erfolgsweg mit erneuerbarer Energie weitergehen
Der Rückgang des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen setzte sich in Österreich im Jahr 2024 laut aktueller Treibhausgas-Inventur fort. Die detaillierten Berechnungen wurden heute von Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig und Sektionschef Jürgen Schneider präsentiert. Sie zeigen einen weiteren Rückgang von minus 3 Prozent gegenüber 2023, das entspricht 2 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent. Im Jahr 2024 wird damit ein Wert in der Höhe von 66,6 Mio. Tonnen erreicht. In den letzten drei Jahren sind die Treibhausgas-Emissionen um insgesamt 15 Prozent bzw. 11,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent gesunken.
Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig: „Die Entwicklung zeigt, dass der Ausbau von erneuerbaren Energien in Österreich und die weiteren Klimaschutzmaßnahmen wirken. Mit mehr erneuerbarer und leistbarer Energie für Haushalte und Wirtschaft reduzieren wir den C02-Ausstoß und setzen auf grünes Wirtschaftswachstum.“
Emissionen nahmen in allen Sektoren ab
Nach rückläufigen Emissionen im Jahr 2023 kam es 2024 erneut zu deutlichen Emissionsrückgängen. Für die Bereiche Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und F-Gase wie auch für den Sektor Energie und Industrie zeigt die Treibhausgas-Bilanz eine Reduktion der Emissionen im Vergleich zu 2023.
BMLUK-Sektionschef für Klima, Jürgen Schneider: „Wir wollen unseren eingeschlagenen Weg im Klimaschutz konsequent weiter gehen. Um dem Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen, ist es wichtig, die Maßnahmen aus dem Nationalen Energie- und Klimaplan rasch umzusetzen.“
Wesentliche Einflussfaktoren
Zum Emissionsrückgang hat eine Reihe von Faktoren beigetragen, wie etwa relativ milde Witterungsbedingungen sowie die wirtschaftliche Rezession. Darüber hinaus wirken die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wie die CO2-Bepreisung und der laufende Ausbau erneuerbarer Energieträger. Zudem beschleunigen gezielte Förderungen den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme oder klimafreundliche Verkehrstechnologien.
Ausblick Treibhausgas-Emissionen 2025
Für das Jahr 2025 wird in einer ersten Abschätzung des Umweltbundesamtes nach mehreren Jahren deutlicher Emissionsreduktionen mit einem Anstieg der gesamten THG-Emissionen um rund 1,5 % gerechnet. Diese Entwicklung ist insbesondere auf Emissionstrends im Sektor Energieproduktion zurückzuführen, da die erneuerbare Stromproduktion v.a. bei Wasserkraft witterungsbedingt deutlich unter den Werten von 2024 lag. So ging die Stromproduktion aus Laufkraftwerken 2025 um rund ein Viertel zurück. Diese Lücke musste durch mehr Importe und einen höheren Einsatz von Gaskraftwerken kompensiert werden.
Norbert Totschnig: „Von der Industrie über den Verkehr bis zum Heizen zeigt sich, dass Klimaschutz ein gemeinsamer Kraftakt der gesamten Bundesregierung ist. Österreich hat beim Umwelt- und Klimaschutz in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht, beispielsweise beim Ausbau der Wasserkraft. Jetzt geht es darum, diesen Weg gemeinsam mit den Menschen und der Wirtschaft fortzusetzen.“
Über die Treibhausgas-Inventur
Das Umweltbundesamt erstellt jährlich die nationale Treibhausgas-Inventur und liefert damit die offiziellen Zahlen für das Berichtswesen Österreichs im Rahmen der Klimarahmenkonvention und an die Europäische Union. Seit 2006 ist Österreichs führende Experten-Institution für Umwelt als weltweit einzige Stelle für die Erstellung der nationalen Emissionsinventur akkreditiert (Qualitätsmanagement nach ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17020). Aufgrund der internationalen Regeln unterliegt die Inventur einer regelmäßigen Revision. Die aktuellen Emissionsdaten weichen daher von bisher publizierten Zeitreihen ab. Eine detaillierte Analyse der Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen in Österreich erfolgt jährlich im Klimaschutzbericht.
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