KV Chemische Industrie – Stöger an Gewerkschaft: „Kommen Sie zurück an den Verhandlungstisch“
„Weder Drohungen noch öffentliche Betriebsrätekonferenzen bringen uns in der derzeitigen Situation weiter. Tatsache ist, dass die Arbeitnehmervertretung mit überzogenen Lohn- und Gehaltsforderungen in die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag für die chemische Industrie Österreichs geht
“, sagt Berthold Stöger. Er ist Arbeitgeberverhandlungsleiter im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO). Und er erinnert: „Die Abgeltung der außergewöhnlich hohen Inflation kann kein Automatismus sein. Wir können nur das verteilen, was vorher in den Betrieben erwirtschaftet wurde
“. Er fordert „mehr Verständnis für die dramatisch schlechte wirtschaftliche Situation unserer Branche“.
„Die schlechte Auftragslage in der chemischen Industrie ist ein Faktum und hält leider weiter an. Nach einem Produktionsrückgang von 10,4 Prozent im Vorjahr sind auch die Auftragseingänge weiter rückläufig
“, erinnert Berthold Stöger. Auch die Prognosen der Wirtschaftsforscher – etwa die WIFO-Konjunkturprognose für 2024 und '25 – sprechen von „Gegenwind“, der Österreichs Wirtschaft 2024 „nahe an der Stagnation halten wird“. Hinzu kommt, dass unser Land derzeit beim Anstieg der Lohn(stück)kosten im negativen Spitzenfeld Europas liegt.
Deshalb herrscht auch kein Verständnis dafür, dass die Gewerkschaften in der jüngsten, bereits fünften Runde ein neues, höheres Angebot der Wirtschaft zurückgewiesen und die Verhandlungen vorzeitig abgebrochen haben. Die KV-Verhandlungen der chemischen Industrie gehen am 6. Juni 2024 weiter. „Kommen Sie zurück an den Verhandlungstisch“, lädt Berthold Stöger diesbezüglich sein Verhandlungs-Gegenüber ein: „Wir wollen konstruktiv und lösungsorientiert verhandeln. Unsere Türen stehen dafür offen.
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Über den FCIO:
Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) ist die gesetzliche Interessenvertretung der chemischen Industrie in Österreich. Die etwa 240 Mitgliedsunternehmen produzieren in unterschiedlichen Sektoren z.B. Pharmazeutika, Kunststoffe und Kunststoffwaren, Fasern, Lacke, Düngemittel oder auch organische und anorganische Chemikalien. Die knapp 50.000 Beschäftigten der Branche stellten 2022 Waren im Wert von über 20,8 Milliarden Euro her. Der FCIO setzt sich für einen ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen und attraktiven Chemiestandort Österreich mit einem forschungs- und technologiefreundlichen Umfeld ein, in dem die chemische Industrie mit ihrer Innovationskraft Lösungen für die zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln und liefern kann. www.fcio.at
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