Grüne Wien starten Schwerpunkt für mehr Sicherheit vor Wiens Schulen
Während andere Städte wie Paris im Rekordtempo Straßen und Plätze vor Schulen verkehrsberuhigen, hinkt Wien hier hinterher: Von den rund 500 Wiener Schulvorplätzen sind derzeit nur etwa 150 verkehrsberuhigt. Die Grünen Wien mobilisieren daher im Rahmen von Verteil-Aktionen vor Schulen bis Ende Juni für mehr Verkehrsberuhigung und Sicherheit für Kinder. Bis 2030 sollen alle Schulvorplätze in Wien sicherer und klimafreundlich umgestaltet werden. Auch bei neuen Schulen muss ein autofreier und begrünter Schulvorplatz endlich Standard werden.
„Für viele Kinder in Wien ist der Schulweg viel zu gefährlich. Sie müssen sich mit ihren Schultaschen an Gebäuden und Autos vorbeizwängen, der Verkehr braust oft viel zu schnell und knapp vorbei. Kinder müssen ihren Schultag gefahrlos und mit Freude beginnen können – dazu braucht es sichere Schulwege und mehr Verkehrsberuhigung vor Schulen“, sagt Judith Pühringer, Parteivorsitzende der Grünen Wien.
Im Rahmen der Verteil-Aktionen werden vor allem Eltern und Pädagog:innen über die Wichtigkeit von verkehrsberuhigten, begrünten Schulvorplätzen informiert und Hilfe bei der Umsetzung von Maßnahmen angeboten. Expert:innen in den Bezirken stehen vor Ort mit Sachkenntnis und Hintergrundwissen zur Verfügung.
Umfassende Maßnahmen für sichere Schulwege gefordert
Die Grünen Wien fordern im Zuge des Schwerpunkts auch einen Plan, wie das Umfeld aller Schulen sicher und klimatisch zeitgemäß gestaltet werden kann. Dafür soll die Stadt alle Schulumgebungen untersuchen und einen „Masterplan Schulvorplatz“ vorlegen, der die Verkehrsberuhigung aller rund 350 bisher noch nicht verkehrsberuhigten Schulvorplätze umfasst. Ziel soll eine möglichst autofreie Schulumgebung sein, die den Kindern Bewegungsfreiheit und Sicherheit gibt. Je nach Schulstandort soll die bestmögliche Lösung gefunden werden. Bei der konkreten Gestaltung sollen die Kinder mitentscheiden.
„Verkehrsberuhigte und begrünte Schulvorplätze sind nicht nur wegen der Sicherheit wichtig, sondern auch, weil so Bewegung gefördert wird und das Angekommen im Unterricht stressbefreiter ist. Doch unter der Rot-Pinken Stadtregierung herrscht Stillstand. Es ist höchste Zeit, dass etwas passiert. Das Ziel muss sein, dass bis 2030 die Vorplätze aller Wiener Schulen verkehrsberuhigt und begrünt sind. Damit die Schüler:innen nicht ins Auto, sondern ins Grüne laufen“, so Heidi Sequenz und Kilian Stark, Mobilitätssprecher:innen der Grünen Wien.
Grüne Forderungen im Überblick
- rd. 350 autofreie und begrünte Schulvorplätze bis 2030.
- Als Sofortmaßnahme: Einrichtung von Schulstraßen forcieren – 100 Schulstraßen bis Schulstart 2024. Das Verfahren zur Errichtung von Schulstraßen soll außerdem drastisch vereinfacht werden.
- Masterplan Schulvorplätze“: Stadt Wien soll eine Strategie entwickeln, das Umfeld aller Schulen evaluieren und einen Plan zur Verkehrsberuhigung vorlegen
- Autofreier Schulvorplatz soll bei neuen Schulen Standard werden.
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