ÖKV: Video widerlegt Bundesminister Rauch und Aktivisten | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

ÖKV: Video widerlegt Bundesminister Rauch und Aktivisten

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Der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) als Vertreter der verantwortungsvollen Hundehalter und seriösen Hundezüchter in Österreich hat ein Video zum Gebrauchshundesport erstellt. Es zeigt den Ablauf und einzelne Übungen der dreiteiligen Gebrauchshundeausbildung – von der Fährtensuche über Gehorsams- und Gewandtheitsübungen bis hin zur Selbstkontrolle. Es zeigt auch, dass die Ausbildung nicht aggressionsfördernd ist. Das ist auch durch sämtliche Gutachten belegt, darunter jene von Univ. Prof. Dr. Bubna-Littitz und Univ. Prof. Dr. Sommerfeld-Stur, Dr. Esther Schalke sowie Yvonne Adler, Dipl.-Tierpsychologin, akademisch geprüfte Kynologin und allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Hunde. "Durch das Video kann sich jeder Interessierte selbst ein Bild machen", so Philipp Ita, Vorstand des ÖKV. Das Video kann auf dem Youtube-Kanal des ÖKV angesehen werden. 

Seit 2004 haben 31.430 Hunde in Österreich die Internationale Gebrauchshundeprüfung (IGP) absolviert, von denen laut aktuellem Erkenntnisstand des ÖKV kein einziger einen Menschen angegriffen, verletzt oder getötet hat. "Der Gebrauchshundesport ist eine Ausbildung für Hunde und ihre Halter. Diese stellt sicher, dass Hunde alltagstauglich, gehorsam und für ihre Mitmenschen sicher sind sowie das Team Hund und Mensch eingespielt ist. Durch diese Ausbildung haben Hunde ihre natürlichen Verhaltensweisen unter Kontrolle. Die Arbeit mit dem Juteärmel gewährleistet zudem, dass ein Hund nicht nach Menschen, sondern nur nach Beuteobjekten greift – und das nur in der gewohnten Umgebung auf Hundeausbildungsplätzen", betont Ita.

Die Ausbildung und die Internationale Gebrauchshundeprüfung (IGP) sind weltweit anerkannt. Ein Verbot hierzulande hätte zur Folge, dass Österreich an keiner Weltmeisterschaft teilnehmen, noch nationale und internationale Bewerbe in Österreich ausgetragen werden könnten, die auch eine regionale Wertschöpfung mit sich bringen. 

Grünes Demokratieverständnis: von anderen Dialog fordern, diesen aber selbst verweigern

"Bundesminister Rauch will ein Problem schaffen, statt eines zu lösen, das es tatsächlich gibt: nämlich verantwortungslose Hundehalter, die im Hinterhof Tiere scharfmachen, sie nicht artgerecht halten und ihnen ein entsprechendes Training für Gehorsam, Gesundheit und Alltagssicherheit verwehren", kritisiert Ita. "Wer das Risiko von Bissunfällen ernsthaft reduzieren will, sollte bei all jenen ansetzen, die ihren Hund nicht sachgemäß ausbilden und nicht tierschutzkonform halten."

Stattdessen schafft Bundesminister Rauch mit einem Verbot des Gebrauchshundesports neue Probleme: eine wichtige, weltweit anerkannte Wesensüberprüfung für die Hundezucht würde entfallen und zahlreiche Hundeplätze würden schließen. Sie stünden damit Hundehaltern nicht mehr zur tierschutzkonformen Ausbildung zur Verfügung. Dies bringt nur neue Konflikte mit anderen Gesellschaftsgruppen, Gemeinden und auch mit der Land- und Forstwirtschaft mit sich. 

"Es ist höchst an der Zeit, dass sich einschlägige Organisationen und Bundesminister Rauch endlich einem sachlichen Dialog stellen und diese bisherig gezeigte Posse beenden. Gebrauchshundesport ist die beste Möglichkeit, Hunde körperlich und geistig zu fordern und zu trainieren. Dass sie Freude daran haben, kann jeder sehen, der sich ein Training anschaut. Die Zeit der bewussten Fehlinformation und Täuschungskampagnen muss ein Ende haben", so Ita. Mittlerweile unterstützen über 30.000 Hundefreunde diese Forderung. 

Über den Gebrauchshundesport: dreiteilige Ausbildung

1.) Bei der Fährtenarbeit lernt der Hund, einer Spur zu folgen. Dies dient zum Training des Geruchssinns, aber auch der Konzentrationsfähigkeit.

2.) Mit Gewandtheitsübungen trainiert der Hund eine exakte Ausführung von Kommandos sowie das Bringen von Gegenständen mit und ohne Hindernissen.

3.) Um in Selbstkontrolle seine natürlichen Verhaltensweisen ausleben zu können, wird der Hund auf Beuteobjekte aus Jute fokussiert, die er auf Kommando greifen und loslassen soll – und zwar auch bei hoher Geschwindigkeit und trotz Ablenkungen.

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