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ÖGB-Schuberth zu Inflation: „Es braucht endlich Preiseingriffe!“

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„Es ist verantwortungslos und ein Skandal, dass die Regierung weiterhin Preiseingriffe wie eine Mietpreisbremse oder ein Aussetzen der Mehrwertsteuer für Lebensmittel ablehnt“, so Helene Schuberth, ÖGB-Chefökonomin. Jubelmeldungen zur sinkenden Inflationsrate im Vergleich zum Vormonat erteilt die Wirtschaftsexpertin eine Absage. „Eine sinkende Inflationsrate bedeutet noch nicht sinkende Preise für Konsumentinnen und Konsumenten“, erinnert Schuberth. Im Vergleich zum Vormonat ist das Preisniveau sogar weiter gestiegen.

Österreich habe zwar viel Geld in die Hand genommen, aber wenig effektiv eingesetzt. So reichten die kürzlich angekündigte Unterstützung für Familien mit Kindern, um Kinderarmut einzudämmen, bei weitem nicht und seien nichts als Almosen. „Vor allem können Einmalzahlungen die Inflationsspirale nicht stoppen“, so Schuberth.

Ein Blick auf andere große europäische Länder zeigt, wie sehr Österreich aufgrund der Weigerung, preissenkende Maßnahmen zu ergreifen, hinterherhinkt. In Deutschland beträgt die Inflationsrate nur mehr 6,1 Prozent. „Auch andere Euro-Länder wie Frankreich und Spanien haben deutlich niedrigere Werte. Beispiele wie Frankreich und Spanien zeigen, dass man über Preisregulierung die Teuerung effektiv bekämpfen kann“, so Schuberth.

„Es ist nicht zu spät für preissenkende Maßnahmen“, fasst Schuberth den Appell des ÖGB an die Bundesregierung zusammen. Und weiter: „Eine Mietpreisbremse bei allen Mieten, ein Aussetzen der Mehrwertsteuer auf den täglichen Einkauf und ein Energiepreisdeckel auf alle Energieformen würden insbesondere Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen nachhaltig entlasten.“

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