Handelsverband unterstützt Vorschlag von BM Kocher, Vollzeitarbeit zu attraktivieren | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Handelsverband unterstützt Vorschlag von BM Kocher, Vollzeitarbeit zu attraktivieren

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Der Arbeitskräftemangel zählt im Handel aktuell zu den größten Herausforderungen, was vor allem auch daran liegt, dass immer weniger Menschen Vollzeit arbeiten möchten – trotz hoher KV-Abschlüsse. Aktuell könnten allein im Einzelhandel 14.133 weitere Stellen besetzt werden. Überdies ist es abgesehen von Belgien und Spanien in keinem anderen europäischen Land finanziell unattraktiver, seine Arbeitszeit auszuweiten, als in Österreich, wie ein Vergleich der Agenda Austria zeigt.

Die in Teilzeit arbeitenden Menschen tragen naturgemäß viel weniger zum heimischen Sozialsystem bei, haben jedoch gleichzeitig vollen Anspruch auf die verschiedenen Sozial- und Familienleistungen.

"Der Handelsverband begrüßt den Vorschlag von Wirtschafts- und Arbeitsminister Kocher, die Höhe der Sozialleistungen an das Stundenausmaß der Beschäftigung zu koppeln, um Vollzeitarbeit wieder attraktiver zu machen. Selbstverständlich sind dabei Betreuungssituationen nach oben oder unten, die eine Vollzeittätigkeit verhindern, mitzuberücksichtigen", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer ersten Reaktion.

Für die Steigerung der Vollzeitquote ist es weiters essenziell, dass Frauen, die noch immer den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung übernehmen, größtmögliche Entscheidungsfreiheit haben. Damit das möglich wird, fordert der Handelsverband seit Jahren einen Rechtsanspruch auf eine flächendeckende, leistbare Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr in ganz Österreich, wenngleich die letztendliche Entscheidung, ab wann das Kind tatsächlich in die Betreuung gegeben wird, bis zum 5. Lebensjahr weiterhin der Familie obliegen soll.

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