KV-Verhandlungen: Handelsverband bedauert, dass GPA höchstattraktives 7%-Angebot für Beschäftigte ausschlägt | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

KV-Verhandlungen: Handelsverband bedauert, dass GPA höchstattraktives 7%-Angebot für Beschäftigte ausschlägt

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Der Handelsverband reagiert mit Unverständnis auf die heutige Ablehnung des attraktiven Angebotes der Arbeitgeber-Verhandler an die GPA für die 500.000 Handelsangestellten und Lehrlinge des Landes. Das Angebot einer 4%igen Gehaltserhöhung plus 3%iger steuerfreier Teuerungsprämie in Kombination mit einer Erhöhung des Einstiegsgehalts auf 1.900 Euro bruttosowie einer deutliche Anhebungen sowie einer außerordentlichen Erhöhung der Lehrlingseinkommen auf 800 Euro im ersten Lehrjahr überschreitet bereits die Oberkante für viele von den Krisen belasteten Handelsunternehmen.

"Wir bedauern, dass die GPA das höchstattraktive 7-Prozent-Angebot für die Handelsangestellten ausschlägt. Das Paket, dass auch die Anhebung des Einstiegsgehalts auf 1.900 Euro und deutliche Erhöhungen für die Lehrlinge beinhaltet, bringt ohnehin viele Betriebe an ihre Belastungsgrenze – denn jedes zweite Unternehmen erzielt heuer Verluste", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Durch das 7%-Angebot würde den Arbeitnehmer:innen künftig deutlich mehr netto vom brutto bleiben. Immerhin entspricht das Arbeitgeber-Angebot beim (erhöhten) Einstiegsgehalt von 1.900 Euro einer Bruttoerhöhung von 10,56%.

"Vor dem Hintergrund der rauen wirtschaftlichen Lage sollte ein Verständnis bestehen, dass die Arbeitsplatzsicherheit im Vordergrund stehen muss, wenn Kostenblöcke durch die Decke gehen. Ein überzogen hoher KV-Abschluss würde ebendiese vielfach gefährden“, so Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

Nachdem die rollierende Inflation 6,9% beträgt, liegt das Angebot der Arbeitgeber bereits deutlich über diesem Wert. Die Forderung der Gewerkschaft ist überzogen und würde die wirtschaftliche Existenz tausender Handelsunternehmen gefährden. Die GPA lässt auch außer Acht, dass durch die staatlichen Kaufkraftstabilisierungsmaßnahmen bereits Gutteile der Teuerung auf Arbeitnehmerseite abgefedert werden.

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