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WKÖ-Metalltechnik: Zukunftsweisender Lehrberuf definiert Sicherheit neu

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Sicherheit zählt zu den wichtigsten Grundbedürfnissen des Menschen – in krisenhaften Zeiten gilt das ganz besonders. Durch den technologischen Wandel verändern sich das Verständnis von Sicherheit und somit auch die beruflichen Anforderungen rasant.

„In einer nicht allzu fernen Zukunft werden – Stichwort Internet der Dinge – alle unsere Industriemaschinen und Fortbewegungsmittel miteinander kommunizieren, Drohnen über unseren Köpfen schweben und Rettungseinsätze womöglich ausgelöst werden, noch bevor ein Mensch überhaupt einen Herzinfarkt bekommt. Es ist klar, dass sich dadurch unser Verständnis von Sicherheit grundlegend verändert“, sagte Harald Schinnerl, Bundesinnungsmeister der Metalltechniker, am Dienstag bei einem Pressegespräch in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die physikalische Sicherheit umfasst grundsätzlich den Schutz des Menschen in umfassender Form (inklusive Gesundheit oder Arbeitnehmerschutz) und vereint alle dafür nötigen technischen Maßnahmen – seien es ein solides Schloss, einbruchssichere Fenster und Türen, bauliche Maßnahmen, das elektronische Zutrittsmanagement, Alarmanlagen, Videotechnik, Brandschutz, Tresortechnik bis hin zur Organisation von Fluchtwegen. Zu dieser physikalischen Sicherheit kommen künftig vermehrt Fragen der Informations- und organisatorischen Sicherheit dazu.

Zwtl.: Lücke im Bildungssystem

„Für Sicherheitstechniker:innen bedeutet das, dass sie für die moderne Zeit als solide ausgebildete Fachkräfte mit hoher Seriosität und umfassender Fachkompetenz aufgestellt sein müssen“, sagte Schinnerl. Mit der neuen Ausbildung wird eine Lücke geschlossen. Im schulischen oder im universitären Bereich gab es bereits Ausbildungen – so werden HTBLA-Absolventen als Sicherheitsfachkräfte eingesetzt, an der Donau Universität Krems wird „Sicherheitsmanagement“ angeboten.

„Die Basis aber, eine im Rahmen eines Lehrberufs praxisnah ausgebildete Fachkraft Sicherheitstechnik, hat bisher gefehlt“, ergänzte Christian Adamovic, stv. Innungsmeister Wien und Vorsitzender des Arbeitsausschusses Sicherheitstechnik. Viele der notwendigen Kompetenzen waren in den bisherigen Ausbildungsordnungen ansatzweise vorhanden, jedoch nicht auf die speziellen Arbeiten im Bereich Sicherheitstechnik ausgerichtet.

„Mit der Ausbildung in Form eines Hauptmoduls ‚Sicherheitstechnik‘ in der Metalltechnik wird ein attraktives, vielfältiges Berufsbild erschaffen, das die Anforderungen und Bedürfnisse sowie den technischen Letztstand im Bereich der Sicherheitstechnik abbildet. Diese Fachkräfte sind nach dem Lehrabschluss überaus gefragt, zum Beispiel als Montagefachkräfte im Sicherheitsgewerbe oder im Handel“, so Adamovic. 

„Wir sehen mit der neuen, zukunftsorientierten Ausbildungsform die Chance, ein ganz neues Verständnis von Sicherheit zu definieren und in der Gesellschaft zu etablieren. Für die Fachkräfte eröffnen sich dadurch ausgezeichnete Jobchancen“, sagte Schinnerl. Zu den breiten Ausbildungsoptionen vom Lehrberuf bis zum akademischen Abschluss kommen attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten und Karriereoptionen.

So gibt es für Umsteiger bereits jetzt die Möglichkeit der außerordentlichen Lehrabschlussprüfung. Weiters sollen Ausbildungsangebote, wie z.B. eine Zusatzqualifikation auf NQR-Level 5, entwickelt werden.

Zwtl.: Zahlen, Daten, Fakten

In der Ausbildung „Metallbau und Blechtechnik“, die der Sicherheitstechnik bisher am nächsten kommt, werden 1413 Lehrlinge in Gewerbe und Handwerk und 107 in der Metalltechnischen Industrie ausgebildet. Das betriebliche Potenzial ist beträchtlich: Es gibt aktuell allein 331 Unternehmen, die direkt den Bereichen Aufsperrdienst, Kassen- und Sicherheitsschlosser zuzurechnen sind. Dazu kommen viele weitere Firmen des Berufszweiges Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau (insgesamt fast 6.500), die auch Sicherheitstechnik im Angebot haben. Synergien wird es auch mit den Bereichen Mechatronik sowie Alarmanlagentechnik geben. (PWK367/HSP)

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