Rotes Kreuz verleiht Preis für außergewöhnliches humanitäres Engagement
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Am 21. September wurden Irene Brickner, Redakteurin bei der Tageszeitung „Der Standard“, Pius Strobl, Leiter des ORF-Humanitarian Broadcasting und Dr. Alexander Wrabetz, ehemaliger Generaldirektor des ORF sowie die Erste Group Bank AG mit dem Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung geehrt. Verliehen wurde der Preis von Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes im Haus der Musik in Wien.
„Mit dem Humanitätspreis möchten wir jenen Menschen Dank und Anerkennung aussprechen, die sich engagieren und sich für Menschen in Not einsetzen. Besonders in Zeiten wie diesen, wo der Krisenmodus scheinbar nicht enden möchte, ist es wichtig, nicht wegzusehen und sich für Menschen einzusetzen, die dringend Hilfe benötigen“, so Gerald Schöpfer.
„So wie Irene Brickner. Sie schaut dorthin, wo sich das Leben abspielt und wo es Informationen aus erster Hand gibt. Menschenrechte, Gleichstellungspolitik, Migrationsfragen sowie Klimawandel und zuletzt auch die Corona-Pandemie sind ihre Themen, wodurch sich vielfältige Berührungspunkte zwischen ihrer Arbeit und dem Roten Kreuz ergeben“, so der Rotkreuz-Präsident über die erste Preisträgerin des Abends. Die mehrfach ausgezeichnete Redakteurin der Tageszeitung „Der Standard“ verleiht mit qualifiziertem und klugem Journalismus Menschen in Not eine Stimme und macht auf Missstände, Probleme und Ungerechtigkeiten aufmerksam.
„Angesichts der derzeitigen Vielfachkrisen verweigern sich immer mehr Menschen den überwiegend schlechten Nachrichten. Journalismus mit humanitärem Anspruch darf das nicht einfach geschehen lassen, sondern muss auf Faktentreue, Vermittlung von Hintergrundwissen und Lösungsstrategien setzen. Es geht letztlich um Empowerment", so Irene Brickner.
Großes humanitäres Engagement zeigen seit Jahren auch Pius Strobl, Leiter des ORF-Humanitarian Broadcasting und Dr. Alexander Wrabetz, bis 2021 Generaldirektor des ORF. Sie haben das Spendenprojekt NACHBAR IN NOT weiterentwickelt und vorangetrieben. „Was können sich Hilfsorganisationen mehr wünschen als einen Rundfunk, der eine Abteilung für Humanitarian Broadcasting betreibt? NACHBAR IN NOT ist das Flaggschiff des Humanitarian Broadcasting und eine Initiative, die weltweit ihresgleichen sucht. Sie wird heuer 30 Jahre alt und macht auch jene Katastrophen sichtbar, die sonst leicht in Vergessenheit geraten“, so Schöpfer.
Der ehemalige ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sieht in der Zuerkennung des Humanitätspreises der Heinrich-Treichl-Stiftung eine Bestätigung für solidarisches Handeln: „In Zeiten der vielfältigen Krisen ist solidarisches Handeln für den sozialen Zusammenhalt von ganz besonderer Bedeutung. Mit LICHT INS DUNKEL, NACHBAR IN NOT und ÖSTERREICH HILFT ÖSTERREICH unterstützt der ORF das Sammeln von dringend notwendigen Mitteln. Zum Sammeln von Spenden kommt beim Humanitarian Broadcasting aber ebenso wichtig das Schaffen von Bewusstsein für internationale und nationale Solidarität wie die Notwendigkeit von Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen hinzu.“
„Diejenigen Menschen zu unterstützen, die es ohne humanitäre Hilfe und ohne unsere gesellschaftliche Solidarität ein Stück weit schwieriger hätten, ist mir eine persönliche Herzensangelegenheit. Als ORF Corporate Social Responsibility-Leiter setze ich auch weiterhin alle Hebel und Möglichkeiten in Bewegung, um die so wichtige Arbeit der österreichischen Hilfskräfte mit Spendenaufrufen und Hilfsaktionen zu stärken“, versichert ORF Hauptabteilungsleiter Pius Strobl der – auch mit seiner persönlichen Geschichte begründet – schon lange für humanitäre Projekte aktiv ist.
Der diesjährige Sonderpreis für Unternehmen geht an die Erste Group Bank AG. Gerald Schöpfer: „Einer unserer verlässlichsten und großzügigsten Partner ist die Erste Group, die uns seit vielen Jahren im Katastrophenfall, aber auch in der langfristigen Hilfe maßgeblich unterstützt. Sei es bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie oder angesichts der Ukraine-Krise, bei der die Erste Group rasch und unbürokratisch eine Million Euro zur Verfügung gestellt hat.“
„Das Rote Kreuz verbindet mit der Erste Bank und Sparkassen, dass wir beide seit Anbeginn den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Dabei sind wir für alle Menschen da – unabhängig von Status, Herkunft, Glaube, Geschlecht oder Alter. Wir schließen niemanden aus – nicht in guten und nicht in schlechten Zeiten. Seit über 200 Jahren ist es unsere tiefste Überzeugung, dass eine bessere Welt für alle möglich ist. Waren es im 18. Jahrhundert Kranken- und Waisenhäuser, die die Sparkassen errichtet haben, so sind es heute Projekte wie die Corona- oder Ukraine-Hilfe mit dem Roten Kreuz, mit denen wir einen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft leisten wollen. Es ist unsere Art, Verantwortung zu übernehmen, Solidarität zu zeigen und eine bessere Welt mit aufzubauen“, sagt Alexandra Habeler-Drabek, Vorständin und Chief Risk Officer der Erste Group Bank AG.
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