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ARA Halbjahresbilanz

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Wien/Österreich (OTS) – Die österreichischen Haushalte sammelten im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 522.870 Tonnen Verpackungen und Altpapier. Das ist ein leichter Rückgang um 2 % gegenüber dem Vorjahr. Zurückzuführen ist dies laut Altstoff Recycling Austria AG (ARA) vor allem auf die wirtschaftliche Lage, Konsumveränderungen und die Vermeidung von Verpackungen. Die ARA zeigt sich über das Ergebnis erfreut und betont, dass Verpackungsrecycling ein wichtiger Beitrag für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz ist. Mit der österreichweiten Vereinheitlichung der Gelben Tonne ab 2023 soll die Sammelmenge vor allem bei Kunststoffverpackungen deutlich steigen.

Im ersten Halbjahr 2022 sammelten die Österreicher:innen 522.870 Tonnen Altpapier und Verpackungen (-2 % gegenüber dem Vorjahr). Dabei verzeichnet Papier mit 288.900 Tonnen einen Rückgang von -4,3 %. Die rückläufige Menge erklärt sich durch den Wegfall von Print-Produkten, ist aber auch auf die erhöhte Rücklaufquote in den Lockdownphasen im Vergleichszeitraum 2021 zurückführen. Die stagnierende Marktlage sowie die Vermeidung von Kunststoffverpackungen beeinflussen die Sammelmenge bei Leichtverpackungen (überwiegend Kunststoffverpackungen): 88.700 Tonnen Leichtverpackungen (-2,0 %) wurden im ersten Halbjahr 2022 verzeichnet. Bei Metallverpackungen zeigt sich ein ähnliches Bild:
15.770 Tonnen Metallverpackungen und damit um 1,3 % weniger als im Vorjahr wurden getrennt gesammelt. Bei Glasverpackungen gibt es ein Plus von 3,5 % – hier ist die erfasste Menge im Vergleich zu einem schwächeren Vorjahreszeitraum auf 129.500 Tonnen gewachsen.

Deutliches Sammelplus ab 2023 erwartet

„Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und eines angepassten Einkaufsverhaltens sind die Marktmengen im ersten Halbjahr zurückgegangen, aber auch die zunehmende Vermeidung vor allem von Kunststoffverpackungen hat direkten Einfluss auf die Sammelbilanz. Der Zuspruch der Österreicher:innen zur getrennten Verpackungssammlung ist indes ungebrochen hoch, 93 % schätzen sie als wesentlich ein“, erläutert ARA Vorstand Christoph Scharff. Im nächsten Jahr ist mit einem deutlichen Sammelplus zu rechnen: „Ab 2023 wird die Sammlung von Leichtverpackungen in ganz Österreich vereinheitlicht. Dann sollen alle Kunststoffverpackungen in die Gelbe Tonne und den Gelben Sack. Diese Vereinfachung soll gemeinsam mit dem Ausbau der Sammlung ab Haus die Mengen deutlich steigern, um die neuen und weitaus höheren EU-Recyclingziele für Kunststoffverpackungen zu erfüllen“, erklärt Scharff.
Die Latte liegt hoch, bis 2025 muss Österreich das Recycling von Kunststoffverpackungen von aktuell 25 % auf 50 % verdoppeln. „Dafür müssen wir künftig 80 % aller Kunststoffverpackungen, die in Verkehr gebracht werden, sammeln, daraus 80 % für das Recycling aussortieren, um schließlich im Recycling 80 % Ausbeute zu erzielen“, prognostiziert Scharff. Aktuell steht Österreich bei durchschnittlich 58 % Sammelquote x 58 % Sortiertiefe x 78 % Recyclingausbeute.

96 % umweltfreundliche Sammelfahrzeuge im Einsatz

„Kreislaufwirtschaft bedeutet Klimaschutz. Dazu setzen wir auch auf Partner in der Entsorgungswirtschaft, die unserem ökonomischen und ökologischen Anspruch gerecht werden. Als Non-Profit-Unternehmen ist es unser Auftrag, die Sammlung und Sortierung von Verpackungen so kostengünstig wie möglich zu beauftragen. Dies erreichen wir durch Wettbewerb der Sammelunternehmen und Ausschreibungen nach dem Bestbieterprinzip“, erklärt Scharff.
Erst kürzlich hat die ARA die Ausschreibung für [die neuen Sammelverträge ab 2023 ] (https://www.ots.at/redirect/ara3)mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Besonderer Wert wurde in der Ausschreibung auf Umweltaspekte gelegt: Ab 2023 erfolgt die haushaltsnahe Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen zu 96 % mit umweltfreundlichen Fahrzeugen (EEV, EURO VI, alternative Antriebe). Dabei wurde auch der Anteil alternativer Antriebe deutlich gesteigert, schon nächstes Jahr werden 9 % der Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen mit gasbetriebenen oder Hybrid-Fahrzeugen durchgeführt. Erstmals wurde bei der Ausschreibung auch der Digitalisierungsgrad der Unternehmen berücksichtigt.

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