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SPÖ-Holzleitner: Österreich hat ein Problem mit Männergewalt

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Wien (OTS/SK) – „Österreich ist das einzige Land in der EU, in dem mehr Frauen als Männer ermordet werden. Es muss endlich einen Krisengipfel unter Einbeziehung von Frauenorganisationen und Gewaltschutzeinrichtungen geben. Wir müssen alles tun, um Frauenmorde zu verhindern“, so SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner angesichts der schockierenden Gewalttat in Reutte in Tirol. Es handelt sich dabei mutmaßlich um den 12. Femizid in diesem Jahr. ****

„Kein Tag vergeht, ohne dass einer Frau Gewalt angetan wird. Die Bundesregierung ist bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention säumig. Dringend notwendig sind 228 Millionen Euro und 3.000 zusätzliche Vollzeitstellen“, so Holzleitner.

„Offensichtlich funktioniert die Zusammenarbeit und der Informationsfluss zwischen Polizei und Gewaltschutzeinrichtungen nicht gut genug. Dafür spricht auch die Tatsache, dass die Hochrisikofallkonferenzen nur vereinzelt umgesetzt werden statt flächendeckend. Es gibt Lücken im Gewaltschutz, die müssen endlich geschlossen werden“, so Holzleitner.

„Österreich hat ein Problem mit Männergewalt. Wo bleibt die breite Bewusstseinskampagne, die dringend notwendig ist?“, fragt Holzleitner. Die SPÖ-Frauenvorsitzende kritisiert in diesem Zusammenhang die Tatenlosigkeit von Frauenministerin Raab. „Es herrscht absoluter Stillstand in der Frauenpolitik. Jede Frau hat das Recht auf ein unabhängiges Leben frei von Gewalt. Die Pandemie hat die Situation für Frauen verschärft. Die Bundesregierung muss darauf endlich reagieren“, so Holzleitner. (Schluss) lp

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